Kuchen bei Hauterkrankung: Erst überlegen, dann genießen

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Nicht nur der Kuchen: bei Hauterkrankung gibt es viele Dinge zu beachten – vor allem, wenn Kinder betroffen sind. So gibt es viele Lebensmittel (nicht nur Kuchen), die bei einer Hauterkrankung dafür sorgen, dass ein neuer Schub ausgelöst wird. Gerade Süßigkeiten und Kuchen sind oftmals schuld daran, wenn Juckreiz und Rötungen den Nachwuchs plagen.

Kuchen bei Hauterkrankung: Weiterleben wie bisher?

Für Kinder ist es generell wichtig, dass sie nicht aufgrund bestimmter Faktoren in die Außenseiterrolle gedrängt werden. Zu stark leidet das kindliche Selbstbewusstsein darunter, wenn das Kleine das Gefühl bekommt, irgendwie anders zu sein. Hier ist Vorbeugung das Wichtigste. Ihr Kind ist nicht anders, nur weil es eine Hauterkrankung hat! Es darf weder von bestimmten Aktivitäten ausgeschlossen noch anders behandelt werden. Mit einigen kleinen Vorsichtsmaßnahmen ist es möglich, dass sich das Kind ebenbürtig mit allen anderen Kindern fühlen kann. Natürlich ist ab und zu ein Verbot notwendig – das Kind kann zum Beispiel bei einer Hauterkrankung keinen normalen Kuchen essen. Doch es ist möglich, hier einen Ausgleich zu schaffen und für eine Alternative zu sorgen! Kuchen ohne Milch kann ebenso gebacken werden wie Kuchen ohne Gluten, wie er für Menschen mit Zöliakie schon längst normal ist. Gerade bei Neurodermitis oder einer anderen Hauterkrankung gilt Milch nämlich als einer der Hauptauslöser für einen neuen Schub. Doch wenn zum Beispiel auf einer Geburtstagsfeier alle den gleichen milchfreien Kuchen bekommen, gibt es für niemanden einen Unterschied.

Kinderfeiern und Kuchen: bei Hauterkrankung und auch sonst

Zu einem Kindergeburtstag gehört der Kuchen natürlich dazu. Hat das Kind selbst Geburtstag, ist es für Sie natürlich ein Leichtes, milchfreien Kuchen zu backen und damit einem weiteren Schub der Hauterkrankung keinen Vorschub zu leisten. Auch in Kindergarten und Schule kann ein solcher Kuchen mitgegeben werden. Viel schwieriger wird es, wenn Ihr Kind zu einer Geburtstagsfeier eingeladen wird. Sprechen Sie mit den Eltern des Geburtstagskindes und fragen Sie, ob es vielleicht möglich ist, einen Kuchen beizusteuern, der für die Hauterkrankung Ihres Kindes geeignet ist. Vielleicht können Sie sich an den Vorbereitungen beteiligen und so Ihr Kind davor schützen, als anders empfunden zu werden. Klären Sie die Gastgeber unbedingt darüber auf, um welche Erkrankung es sich handelt und was im Notfall zu tun ist. Geben Sie außerdem eine kleine Notfalltasche mit, in die Sie Medikamente und Telefonnummern legen. In diese Tasche gehört auf jeden Fall:

  • Medikament gegen Juckreiz
  • evtl. Entzündungshemmer
  • Telefonnummer des Kinderarztes
  • Telefonnummern von Mutter und Vater des Kindes
  • evtl. Telefonnummer einer weiteren auskunftsfähigen Person
  • Liste mit Lebensmitteln, die das Kind essen darf

Die Liste mit Lebensmitteln ist besonders wichtig. Denn meist bleibt es bei der Geburtstagsfeier nicht dabei, dass nur Kuchen gegessen wird. Doch auch andere Lebensmittel außer Kuchen können einen Schub der Hauterkrankung auslösen. Listen Sie daher alle Nahrungsmittel und Getränke auf, die das Kind nicht zu sich nehmen kann. Eventuell kann es sinnvoll sein, eine Liste mit Alternativen anzuhängen. Diese Liste sollten Sie den Gastgebern schon einige Tage vor dem Geburtstag zukommen lassen oder mit ihnen vereinbaren, dass Sie sich um die Alternativen kümmern und diese mitbringen. So lässt sich Stress auf beiden Seiten vermeiden und Sie müssen sich keine Sorgen um Ihren Nachwuchs machen. Für die Gastgeber bedeutet das außerdem, dass sie weniger Bedenken haben müssen, etwas falsch zu machen – sehr beruhigend angesichts einer Horde kleiner Geburtstagsgäste!


Bildnachweis: © Fotolia – cirodelia

Über Iris Martin

Iris Martin

Iris Martin, Jahrgang bleibt ein gut gehütetes Geheimnis, ist Mutter zweier Kinder. Rabauke 1 und Rabauke 2 sind Wunschkinder ersten Grades, treiben ihre Eltern regelmäßig an den Rand der Verzweiflung und wissen sie von dort mit einem lieblichen Augenaufschlag wieder wegzuholen. Iris ist derzeit mit ihren beiden Jungs zu Hause, genießt das Leben als Vollzeitmami und hält das Chaos so im Rahmen. Neuen Herausforderungen stellt sie sich dabei gerne – immer gut gewappnet mit dem Wissen, das nur aktiv agierende Eltern haben können.

3 Kommentare

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    Anna - Maria on

    Morgen

    Großes Komplimet. Hätte mir nur gewünscht, ich hätte euer Seite früher gelesen. Ich sag euch auch gerne warum. Bei einer Einladung zu nem Kindergeburtstag, tja man backt Muffins, man kocht was leckres für die Kinder. Die Mutter hat mir auch gesagt was sie nicht essen darf. Nur mal ehrlich, wisst ihr tatsächlich immer was so in euren Speisen, bzw Lebensmitteln drinnen ist? Ich leider nicht.
    Promt reagierte das KInd. Passiert mir nicht mehr. Jetzt schau ich vorher auf was ich achten muss.

    Dankeschön

    Jutta

    LG

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      Hallo

      Da freu mich aber sehr. Dankeschön. Nur ist es halt leider wirklich so die Zahl der Allergien steigt, stetig steigt. Also was bleibt einem anderes übrig als auf die Verpackungen zu schaun. Wenn du unsicher bist, schau wieder nach, lies es, dann kann dir ncihts geschehen.

      LG

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      Hallo Anna Maria

      Hast du schon mehr leckre Rezepte ausprobiert? Ich bin immer wieder verärgert, wenn man Essen geht, wie wenig Ahnung das Personal, welche Zusatzstoffe in dem Essen enthalten sind. Wo die Allergien immer mehr werden, sollte das, wenn es nicht auf den Speisekarten vermerkt ist, wenigstens das personal Bescheid wissen.

      LG

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