Weihnachtsgeschichten zum Nachdenken

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Weihnachtsgeschichten gibt es mittlerweile so viele wie Kugeln an den Weihnachtsbaum passen — und noch mehr! Oft müssen diese aber nicht umbedingt nur für Kinder sein. Es gibt auch Weihnachtsgeschichten, die zum Nachdenken anregen sollen. Hier finden Sie eine eher unbekannte Weihnachtsgeschichte — zum Nachdenken — und für die ganze Familie.

Weihnachtsgeschichten zum Nachdenken: Sie suchen den Stern (Teil 1: Inmitten des Trubels)

Sterne die hell am Himmel leuchten

Sterne die hell am Himmel leuchten  (#01)

Es ist der Morgen an Weihnachten. Die Straßen sind gefüllt von den letzten Einkäufern, die Kassen glühen, die Stimmen wirren, Autos hupen. An den leuchtenden Weihnachtsschmuck in den Schaufenstern und Straßen hat sich jeder gewöhnt, sodass sein Glanz aus den Augen der hetzenden, zusammengesackten Menschen schon lange gewichen ist.
Inmitten diesem Trubels findet sich Dominique. Dominique hat einen mobilen Laden, einen ganz besonderen: Dominique verkauft Sterne. Doch das Geschäft läuft sehr schlecht. In der Heimat war es nicht sicher genug und hier scheint niemand Interesse an Dominiques Sternen zu haben. Ein wenig frustriert schweift Dominique durch die Straßen. So einen langen Weg hierher ist Dominique gereist, die Füße tun weh, für nichts.
Plötzlich tritt jemand Dominique auf die Füße. „Oh, Verzeihung!“, sagt Alex leise.
Dominique lächelt akzeptierend, doch Alex erwidert Dominiques Lächeln nicht. Dominique fragt Alex, warum Alex so traurig zu sein scheint.
„Naja, heute ist Weihnachten und ich wollte meiner Mama und meinem Papa etwas ganz Besonderes schenken. Aber ich finde nichts Passendes. Ich hatte schon daran gedacht, ihnen mehr Zeit mit mir zu schenken. Aber bestimmt können sie das nicht annehmen. Sie müssen ja so viel arbeiten.“

Video: Ein ungewöhnlicher Gast – Weihnachtsfilm 2011

Weihnachtsgeschichte zum Nachdenken: Sie suchen den Stern (Teil 2: Versunken im Suchen)

Dominique will Alex etwas zeigen und führte Alex und seine Oma, mit der Alex für das Weihnachtsessen einkaufen gewesen war, die Straße herunter zu einer Bucht. Es dämmerte und die Sterne erschienen. „Siehst diesen Stern da?“, fragt Dominique. „Dieser Stern heißt nun Alex. Du kannst ihn deinen Eltern schenken!“
Das ist das erste Mal, dass Alex diese Sterne gesehen hat. Sie sind so wunderschön! Alex beginnt zu lachen. Doch dann gesteht Alex traurig: „Aber das kann ich doch gar nicht bezahlen.“
„Du hast es schon bezahlt. Mit deinem Lachen“, antwortet Dominique. Alex umarmt Dominique dankbar und Dominiques Oma ist so begeistert von den wunderschönen Sternen, dass sie auch einen für den Opa kauft.

Später, am Heiligen Abend, kommen Alex, Mama, Papa, Oma und Opa wieder zur Bucht. Denn ein Geschenk ist noch nicht ausgepackt worden. Jedoch konnten Alex‘ Familie die Sterne nicht gleich sehen. Alex‘ Papa nahm Alex auf den Arm und alle richteten ihre Blicke hinauf zum Himmel und versanken im Suchen nach genau diesen Sternen, die ihnen gehören sollen. Dominiques Arbeit war getan und Alex und seine Familie erzählen der ganzen Stadt begeistern von Dominiques neuen Geschäft: Dominiques Sterne.

Warum Sie und ihre Kinder diese Weihnachtsgeschichte zum Nachdenken anregen könnte…

Gerade in Hinblick auf den Alltag ist diese Geschichte ein guter Ratgeber. An Weihnachten — das Jahr ist fast vorüber — findet man die Zeit und Ruhe darüber nachzudenken, was einem fehlt und was man verbessern kann. Die Familie kommt zur Ruhe, richtet sich auf, wird stark in dieser Geschichte.

Zum Nachdenken regt sie also in sofern an, dass man sich in der Weihnachtszeit auf die wesentlichen Dinge, abseits von Arbeit, Stress und Einsamkeit, besinnen kann.
Mögen auch Sie etwas von einer dieser Geschichten mitnehmen.


Bildnachweis:© Fotolia-Titelbild:senoldo-#01:Roman Dekan

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Über Iris Martin

Iris Martin, Jahrgang bleibt ein gut gehütetes Geheimnis, ist Mutter zweier Kinder. Rabauke 1 und Rabauke 2 sind Wunschkinder ersten Grades, treiben ihre Eltern regelmäßig an den Rand der Verzweiflung und wissen sie von dort mit einem lieblichen Augenaufschlag wieder wegzuholen. Iris ist derzeit mit ihren beiden Jungs zu Hause, genießt das Leben als Vollzeitmami und hält das Chaos so im Rahmen. Neuen Herausforderungen stellt sie sich dabei gerne – immer gut gewappnet mit dem Wissen, das nur aktiv agierende Eltern haben können.

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