Spielzimmer gestalten: 6 Ideen für Jungs und Mädchen

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In Wohnungen mit wenig Platz ist sicherlich das Kinderzimmer mit integriertem Spielbereich die einzige Möglichkeit für Kinder, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. In größeren Wohnungen bietet sich ein Spielzimmer an.

Das Spielzimmer gestalten: Darum ist es sinnvoll

Nicht wenige Eltern ärgern sich Tag für Tag darüber, dass es im Kinderzimmer nicht so richtig ordentlich sein will. Auch wenn Sie tolerant sind und davon ausgehen, dass es das Reich Ihres Kindes ist und es sich vor allem selbst dort wohlfühlen möchte, wollen Sie doch wenigstens unbeschadet einmal durch den Raum und bis zum Fenster laufen können.

Verstehen Sie aber auch Ihr Kind: Es möchte nicht an jedem Tag seinen aufgebauten Ponyhof oder die tolle Ritterburg wegräumen müssen und will die Kissenburg ebenso liegen lassen, wie die selbst gebaute Höhle stehen bleiben soll. Mit Ordnung hat das sicherlich nicht viel zu tun.

Eine Lösung ist, im Kinderzimmer einen separaten Spielbereich einzurichten, in dem das Kind seine Spielzeuge haben kann und nicht ständig aufräumen muss. Eine weitaus elegantere Alternative ist das separate Spielzimmer. Hier kann sich der Nachwuchs austoben und spielen, kann das Zimmer als Rückzugsort nutzen oder sich mit Freunden treffen. Das eigentliche Kinderzimmer bleibt mit Bett, Kleiderschrank und Kommode (hier von Livingo) aufgeräumt und bietet damit auch die Voraussetzung für einen erholsamen Nachtschlaf.

Wichtigste Voraussetzung für ein Spielzimmer ist, dass überhaupt ein separater Raum in der Wohnung vorhanden ist, der dafür genutzt werden kann.

Wichtigste Voraussetzung für ein Spielzimmer ist, dass überhaupt ein separater Raum in der Wohnung vorhanden ist, der dafür genutzt werden kann. (#01)

Voraussetzungen für das Spielzimmer

Wichtigste Voraussetzung für ein Spielzimmer ist, dass überhaupt ein separater Raum in der Wohnung vorhanden ist, der dafür genutzt werden kann. Es muss nicht zwingend ein Tanzsaal sein, aber wenigstens 10 m² sollte der Raum schon haben. Andernfalls wirkt er rasch wie ein Möbellager oder wie ein Abstellraum, denn das Kind braucht zum einen Stauraum, zum anderen aber auch die Möglichkeit, sich im Spiel frei zu entfalten.

Das Kind bekommt hier einen Freiraum geboten, den es mit Sicherheit ausgiebig nutzen wird und der den Vorteil mit sich bringt, dass Sie das Kind abends leichter ins Bett bekommen werden. Warum? Weil es vom Bett aus nicht einfach auf seine Spielsachen zugreifen kann und einfach weiterspielt. Auch größere Kinder, die bereits einen Schreibtisch haben und dort Hausaufgaben erledigen müssen, können sich leichter konzentrieren, wenn sie keine Ablenkung durch herumliegende Spielsachen erfahren.

Wenn Sie nicht über einen separaten Raum in der Wohnung verfügen und diesen als Spielraum nutzen können, bietet es sich vielleicht an, im Wohnzimmer einen Teil abzugrenzen und dort den Spielbereich einzurichten. Schöner ist zwar das eigene Zimmer, doch gibt es dieses nicht, freut sich Ihr Kind dennoch über die neu gewonnene Freiheit hinter den „eigenen vier Vorhängen“ (statt der Wände).

Es gibt nicht „die Ideen“, die die besten sind und für alle Kinder gleichermaßen gelten. Gestalten Sie das Spielzimmer am besten ganz individuell und nehmen Sie auf Interessen und besondere Wünsche des Kindes Rücksicht. (#02)

Es gibt nicht „die Ideen“, die die besten sind und für alle Kinder gleichermaßen gelten. Gestalten Sie das Spielzimmer am besten ganz individuell und nehmen Sie auf Interessen und besondere Wünsche des Kindes Rücksicht. (#02)

Tipp: Spielzimmer individuell gestalten

Es gibt nicht „die Ideen“, die die besten sind und für alle Kinder gleichermaßen gelten. Gestalten Sie das Spielzimmer am besten ganz individuell und nehmen Sie auf Interessen und besondere Wünsche des Kindes Rücksicht. Auch das Alter spielt eine Rolle. Während sehr kleine Kinder noch am liebsten ganz nah bei Mama und Papa spielen wollen, möchten größere Kinder gern die Tür zumachen und unbeobachtet sein. Das gilt vor allem dann, wenn Freunde oder Spielkumpel mitspielen dürfen.

Wer möchte als Kind schon, dass Mama ständig alles im Blick hat? Später wird das Spielzimmer immer noch als solches genutzt, wenngleich Jugendliche es eher nicht so bezeichnen würden. Sie haben dort ihren Computer oder die Playstation zu stehen, ziehen sich zum Lesen und Chillen zurück. Insofern wird ein anfänglich für das Kleinkind eingerichtete Zimmer immer noch gern weitergenutzt.

Ebenfalls wichtig: Hinterfragen Sie von Zeit zu Zeit den Sinn mancher Spielsachen. Ist Ihr Kind einigen Dingen entwachsen und schaut sie nicht mehr an, ist es ratsam, diese für das Geschwisterkind zur Seite zu legen oder gänzlich zu entfernen. So beugen Sie einem Überladen des Zimmers mit Dingen vor, die doch nicht mehr zum Einsatz kommen. Außerdem sollten Sie das Zimmer für Jungen anders als für Mädchen einrichten, was sich nicht nur auf die Farbgebung bezieht.

Jungen mögen eher Höhlen, Mädchen machen aus solchen aber auch gern das Häuschen mit Küche. So klischeehaft das auch sein mag, wer sowohl Jungen als auch Mädchen zu Hause hat, wird diese Unterschiede auch selbst bemerken. Geben Sie den Kindern die Möglichkeit, sich frei nach ihren Interessen zu entfalten und beziehen Sie deren Ideen beim Gestalten des Spielzimmers mit ein.

Wer möchte als Kind schon, dass Mama ständig alles im Blick hat? Später wird das Spielzimmer immer noch als solches genutzt, wenngleich Jugendliche es eher nicht so bezeichnen würden. (#03)

Wer möchte als Kind schon, dass Mama ständig alles im Blick hat? Später wird das Spielzimmer immer noch als solches genutzt, wenngleich Jugendliche es eher nicht so bezeichnen würden. (#03)

Tipps und Ideen für das Gestalten eines Spielzimmers

Oft haben Eltern zwar den hehren Wunsch, ein Spielzimmer für den Nachwuchs zu gestalten, tun sich aber schwer mit der der Ideenfindung. Wir haben daher einige Ideen und Anregungen, die Ihnen bei der Einrichtung des Zimmers und bei der Gestaltung desselben helfen können:

  • Das magische Baumhaus
    Nun, es dürfte ein wenig schwierig werden, in einem Zimmer ein Baumhaus entstehen zu lassen. Doch Sie können dieses zumindest als Vorbild für das Versteck nehmen, das Sie Ihrem Kind im Spielzimmer gestalten wollen. Lassen Sie Ihrer eigenen Fantasie bei der Gestaltung freien Lauf. Sie müssen kein Haus aus Holz zaubern, das mit Brettern und fest vernagelt ein Leben lang hält. Auch aus großen Pappkartons lassen sich wunderbare Häuser zaubern, die den Gegebenheiten in der Wohnung durchaus standhalten können. Sind die Kinder schon größer, können sie am besten mitbauen und lassen ihre eigenen Ideen mit einfließen. So entsteht ein Häuschen, das den Kindern sogar als Schlafgemach dienen kann.
  • Lego mal anders
    Warum denn immer nach oben bauen und nicht einmal zur Seite hin? Das ist auch mit Legosteinen möglich, wenn diese einen passenden Untergrund bekommen. Möglich ist es beispielsweise, eine Art Spielbrett von einer Wand zur anderen zu befestigen, auf dem aber sicherlich nicht nur Kunstwerke aus Legosteinen entstehen werden. Sie können auch die großen Legoplatten an der Wand befestigen, müssen diese aber nach unten hin abstützen. Andernfalls halten sie dem Spieleifer der Kinder meist nicht stand.
    Wenn Sie kein separates Spielzimmer haben und Ihrem Kind einen kleinen Bereich zum Spielen im Wohnzimmer abtrennen wollen, bieten sich auch die XXL-Legosteine an, mit denen sogar Erwachsene Spaß haben können. Diese Steine eignen sich zum Errichten von stabilen Mauern und säumen das neue Spielzimmer im angesagten Legolook und vor allem in bunten Farben ein. Damit machen Sie Ihrem Kind mit Sicherheit eine große Freude! Aus solchen Legosteinen können Sie sogar ganze Schränke und Sitzmöbel bauen und zur Aufbewahrung gibt es Lego-Kisten, die ebenfalls im Design der Bausteine gehalten sind. Wenn Ihr Kind ein kleiner Legofan ist, wird es selbst die besten Ideen zum Gestalten finden.
Sie brauchen nicht nur Ideen, wie Sie das neue Spielzimmer am besten mit Möbeln gestalten sollen, sondern Sie brauchen auch Themen für die Einrichtung. (#04)

Sie brauchen nicht nur Ideen, wie Sie das neue Spielzimmer am besten mit Möbeln gestalten sollen, sondern Sie brauchen auch Themen für die Einrichtung. (#04)

  • Themenspezifisch gestalten
    Sie brauchen nicht nur Ideen, wie Sie das neue Spielzimmer am besten mit Möbeln gestalten sollen, sondern Sie brauchen auch Themen für die Einrichtung. Denn ein Kind wird sein Zimmer deutlich lieber nutzen und sich dort wohler fühlen, wenn sich dieses mit seinem aktuellen Lieblingsfilm oder einer besonderen Figur beschäftigt. So manches Mädchen wird sich im Rapunzelzimmer, das sich an der TV-Serie orientiert, erfreuen, Jungen sind vielleicht mit Ninjago oder Lego gut beraten. Tipp: Achten Sie darauf, dass das Zimmer nicht zu sehr am Thema orientiert ist bzw. dass sich dieses wieder abändern lässt. Es sei denn, Sie haben Spaß an einer regelmäßigen Neugestaltung! Vielleicht beschränken Sie sich auch auf einen Bereich des Zimmers, der im Look einer Serie oder einer Buchfigur gestaltet wird und leicht veränderbar ist.
    Die Themen können sich aber auch auf Spiel und Sport beziehen. Trennen Sie den Sportbereich des Spielzimmers durch einen Faden- oder Perlenvorhang ab und lassen Sie dort einen Fahrradtrainer oder ein Trampolin stehen. Ihr Kind wird sich an regnerischen Tagen dort gern austoben und bewegt sich auch dann, wenn es nicht draußen sein kann. Wichtig: Denken Sie an die Sicherheit im Spielzimmer, denn beim Trampolinspringen oder akrobatischen Übungen, wie sie manche Kinder gern veranstalten, ist die Verletzungsgefahr recht hoch.
  • Unterschiedliche Wände gestalten
    Kinder lieben Ideen zum Gestalten, wenn sie sich erstens selbst betätigen können und zweitens die Wände davon betroffen sind. Denn Wände, die selbst bemalt werden können, laden zur Kreativität ein. Möglich ist es zum Beispiel, eine Wand mit Tafelfarbe zu streichen, sodass das Kind hier mit Kreide malen kann. Eine andere Wand bekommt Magnetfarbe und so lassen sich Rechnungen lösen, Puzzle zusammensetzen oder lustige Männchen aus Magneten basteln. Im Spielzimmer müssen die Wände nicht alle gleich gestaltet sein! Kinder lieben bunte Wände, die nicht zu empfindlich sind. Achten Sie bei der Auswahl der Farben darauf, dass diese abwischbar sind und wählen Sie nur Tapeten, die sich ebenfalls bis zu einem gewissen Grad reinigen lassen.
  • Gestalten Sie ein grünes Spielzimmer
    Sie lieben neue Ideen? Dann sollten Sie sich die Ideen rund um das grüne Spielzimmer ansehen. Damit ist natürlich nicht die Farbe gemeint, sondern es geht darum, die Umwelt zu schonen. Setzen Sie auf Secondhand-Spielwaren und verwenden Sie schadstofffreie Farben und Lacke für die Möbel und Wände. Interessant sind auch die Habitat for Humanity ReStores, die in ihren Ladengeschäften das Zubehör für eine Renovierung verkaufen. Dabei handelt es sich um bereits gebrauchte Dinge, die nun wiederverwendet werden. Das hilft, die unnötig hohe Produktion derartiger Waren einzudämmen.
Sie lieben neue Ideen? Dann sollten Sie sich die Ideen rund um das grüne Spielzimmer ansehen. (#05)

Sie lieben neue Ideen? Dann sollten Sie sich die Ideen rund um das grüne Spielzimmer ansehen. (#05)

  • Leseecke nicht vergessen
    Ihr Kind ist eine Leseratte? Dann darf im Spielzimmer auf keinen Fall die Leseecke fehlen. Hier kann sich das Kind seinen Lieblingsbüchern widmen oder sich vorlesen lassen. Schon kleine Kinder lieben solche Leseecken, in denen Mama oder Papa mit ihnen kuscheln und ihnen eine Geschichte vorlesen. Natürlich zusätzlich zur allabendlichen Gutenachtgeschichte! Schaffen Sie dafür Sitzsäcke und andere bequeme Sitzgelegenheiten an, stellen Sie Bücherregale im Spielzimmer auf und dekorieren Sie den Lesebereich mit Romanfiguren oder Comics. Alles sollte einladend sein, was auch den Vorteil hat, dass Kinder, die noch nicht so gern lesen, besser an Bücher herangeführt werden. Bestenfalls haben die Kleinen bereits das eine oder andere Lieblingsbuch und finden dann ihre geliebten Figuren daraus an den Wänden wieder. Der Vielfalt in den Shops sei Dank, gibt es bereits viele Kissen und Decken, Wandtattoos und andere nützliche Dinge von den beliebtesten Romanhelden für Kinder. Solch eine Leseecke ist auch noch für größere Kinder und Jugendliche geeignet, die sich hierher zum Lernen für die Schule zurückziehen oder einfach den Mittagsschlaf abhalten, den sie früher als Kleinkinder aus unerfindlichen Gründen nie halten wollten.
    Sie müssen nicht alle Ideen zum Gestalten des Spielzimmers umsetzen, aber solch eine Leseecke ist ein Must-have und darf auf keinen Fall vergessen werden. Sie wächst meist langsam und wird immer weiter dekoriert, um später der am häufigsten genutzte Bereich des gesamten Zimmers zu werden.

Biödnachweis:©Shutterstock-Titelbild: New Africa -#01: Evgeny Atamanenko -#02: Africa Studio -#03: realpeople -#04: Africa Studio-#05:  archideaphoto

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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