Babysocken stricken kann beginnen: mit dieser Anleitung gelingt es auch

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Ein Nadelspiel der Stärke 2,5, ein Knäuel Wolle und eine Stopfnadel – mehr braucht es nicht zum Babysocken stricken. Dennoch ist es für viele eine Herausforderung, es überhaupt erst einmal anzugehen. Vor allem Strickanfänger verzichten meist aus Respekt auf das Babysocken stricken. Die nachfolgende Anleitung erklärt Schritt für Schritt, wie es funktioniert.

Beim ersten Paar Babysocken kann es durchaus sein, dass hier noch nicht alles perfekt ist. Wer mit der Anleitung aber erst einmal den Dreh heraus hat, der wird mit der Zeit immer besser. Die Arbeit mit dem Nadelspiel ist eine Herausforderung. Es kann helfen, zusätzlich zu den benannten Maschen noch Folgemaschen aufzunehmen, um die Socken fester stricken zu können. Die Maschen werden später wieder richtig verteilt.

Hinweis: Die Anleitung ist zugeschnitten auf Socken für Babys von 3 bis 6 Monaten. In der Tabelle findet sich eine Übersicht über den Wollverbrauch sowie den Maschenanschlag für kleinere oder größere Socken.

Babyalter in Monaten 0 – 3 3 – 6 6 – 12 12 – 18
Fußlänge 8,5 – 9 cm 10 – 10,5 cm 11,5 – 12 cm 13 – 13,5 cm
Maschenanschlag 28/7 32/8 36/9 40/10
Wollverbrauch 14 g 18 g 22 g 26 g

Das Bündchen bei den Babysocken kann schmal oder auch den gesamten Schaft lang gestrickt werden. Gerade dann, wenn etwas größere Babysocken gestrickt werden, sorgt ein langes Bündchen für einen besseren Halt.

Die Anleitung zum Babysocken stricken

Begonnen wird mit der Maschenaufnahme. Hierfür wird vom Knäuel ein Faden mit einer Länge von rund 30 cm gelöst. Mit einer Schlaufe wird er auf das Nadelspiel gezogen und es werden nun 32 Maschen aufgenommen. Anschließend werden je 8 Maschen auf vier Nadeln verteilt.

Der Schaft wird als erstes in Angriff genommen, er wird in Runden gestrickt. Vier Nadeln werden im Quadrat ausgerichtet, die 5. Nadel mit der Hand aufgenommen, der Faden um den Zeigefinger gewickelt. Die Vorkehrungen sind getroffen. Mit dem System „zwei rechts, zwei links“ werden nun 10 – 12 Runden gestrickt. Als Schaft folgen noch einmal mindestens 10 Runden mit dem System „glatt rechts“.

Nach dem Schaft kommt die Ferse. Von Nadel 1 kommen 8 Maschen über glatt rechts auf Nadel 4. Die Arbeit wird aufgenommen und einmal gewendet. Alle Maschen von Nadel 1 sowie Nadel 4 einmal glatt links stricken. Auf den beiden Nadeln befinden sich zusammen 16 Maschen. Die Ferse braucht 14 Reihen. Um die Reihen zu erreichen werden glatt rechts 7 Runden und glatt links noch einmal 7 Runden in Angriff genommen.

Auf die Ferse folgt das Käppchen. Nachdem die Ferse gestrickt wurde, befinden sich auf Nadel 1 16 Maschen. Die Nadeln 2 sowie 3 haben 8 Maschen. Auf der linken und der rechten Seite müssen je 4 Maschen reduziert werden. Dafür 11 Maschen nach rechts stricken. Die 12. Masche wird über die 13. Masche gezogen, wenn diese einmal nach rechts gestrickt wurde. Als Rest bleiben 15 Maschen. Diese teilen sich in der Kombination 4 – 8 – 3 auf. Jetzt das Nadelspiel drehen und aus der Mitte die ersten 7 Maschen nach links stricken. Dann die Masche 8 und die darauffolgende zusammen nehmen und nach links stricken. Der Rest sind jetzt 14 Maschen, die sich in der Kombination 3 – 8 – 3 aufteilen. Die Abnahme wird nun so lange gemacht, bis in der Mitte ein Rest von 8 Maschen ist. Das Nadelspiel wieder auf die ursprüngliche Seite drehen und alles einmal nach rechts stricken.

Damit der Fuß der Babysocken gestrickt werden kann, müssen die Runden wieder aufgenommen werden. Links und rechts werden die Maschen symmetrisch aufgenommen. Mit rechts verschränkt sind 7 Randmaschen aufzunehmen. Dazu wird die Nadel mit 8 Maschen genutzt. Es befinden sich nun 15 Maschen auf der Nadel. Mit dem Querfaden wird eine zusätzliche Masche aufgenommen, so dass es 16 Maschen ergibt. Gegengleich wird die Aufnahme ebenfalls auf der Seite gegenüber durchgeführt. Vorher jedoch die 16 Maschen von Nadel 2 auf Nadel 3 übertragen. Zudem wird erst die Masche aus dem Querfaden auf Nadel 4 übertragen und dann die 7 Randmaschen aufgenommen. Auf der 1. Nadel liegen jetzt 16 Maschen, die anderen haben 8 Maschen. Nun wird Nadel 1 auf 8 Maschen reduziert. Dafür einfach 4 Maschen von Nadel 1 auf Nadel 4 stricken. Die beiden Nadeln haben jetzt je 12 Maschen.

Von Nadel 1 müssen 9 Maschen nach rechts gestrickt werden. Die 10. Masche abheben und die 11. Masche stricken. Masche 10 nun darüber heben. Auf Nadel 1 bleiben 11 Maschen als Rest. Auf den folgenden beiden Nadeln die Maschen einmal alle rechts stricken. Mit Nadel 4 wie bei Nadel 1 verfahren. Jetzt die Abnahme jede 2. Runde durchführen. Das gewünschte Ergebnis sind 8 Maschen auf jeder Nadel. Abschließend werden 25 Runden gestrickt.

Jetzt fehlt nur noch die Sockenspitze, dann ist die erste Socke fertig. Von Nadel 1 werden 5 Maschen einmal glatt rechts gestrickt, Masche 6 wieder angehoben und die 7. nach rechts gestrickt. Masche 6 einmal drüber haben, anschließend Masche 8 stricken. Mit der Folgenadel einmal alle Maschen nach rechts stricken. Nadel 3 wird behandelt wie die 1. Nadel, Nadel 4 dagegen wie die 2. Nadel. Abnahmen werden alle zwei Runden durchgeführt, dazwischen einfach rechts stricken. Wenn auf Nadel 1 noch vier Maschen sind, folgen noch einmal zwei Runden mit Abnahme. Der Rest sind dann 6 Maschen. Die 1. davon wird abgehoben, die Folgemasche nun nach rechts gestrickt. Die 1. Masche kommt darüber, sowohl Masche 3 als auch Masche 4 wieder nach rechts stricken. Die letzten beiden Maschen dann zusammen nach rechts stricken. Übrig bleiben 4 Maschen.

Der Faden wird abgeschnitten und die Stopfnadel mit glatt rechts durch die Maschen gezogen. Die Stricknadel kann nun entfernt werden. Alle restlichen Maschen befinden sich auf dem Faden und werden zusammengezogen. Nun mit der Stopfnadel einfach noch den Faden vernähen und die Socke ist fertig.


Bildnachweis: © schwarzer.de

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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