Blutzuckerwerte + Fettsucht: Wie genau hängen die zusammen?

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Warum beschäftigen uns so die Blutzuckerwerte? Fettsucht ist eine Krankheit, die sich vor allem in den Industrienationen zeigt, denn die sogenannte Wohlstandserkrankung ist eine Folge von einem Überfluss an Essen und zu wenig Bewegung. Nicht zu unterschätzen ist die Verbindung von Fettsucht mit erhöhten Blutzuckerwerten. Diese können sich auch durchaus negativ auf den Körper auswirken.

Fettsucht Blutzuckerwerte – was ist der Blutzucker?

Wer an einer Fettsucht leidet, der hat meist schon genug Probleme und möchte eigentlich nur ungern mit noch mehr Problemen konfrontiert werden. Tatsächlich ist es aber so, dass ein genauer Blick auf mögliche Veränderungen des Körpers auch in Bezug auf die Blutzuckerwerte geworfen werden sollte. Wenn von den Blutzuckerwerten gesprochen wird, dann ist hiermit die Menge an Glukose gemeint, die der Arzt im Blut eines Patienten finden kann. Angegeben in mmol/l oder auch in mg/dl geben die Werte dem Arzt Aufschluss darüber, ob hier eine Erhöhung vorliegt. Ist dies der Fall, dann muss schnell reagiert werden. Es ist durchaus möglich, die Werte auch selbst zu messen. Normalerweise sollten sich diese bei mindestens 60 mg/dl und höchstens 110 mg/dl bewegen. In diesem Rahmen wird von normalen Werten gesprochen. Aber: Wer seinen Blutzuckerwert kurz nach dem Essen misst, der kann auch schon einmal einen höheren Wert erhalten, das ist dann jedoch kein Problem. Ein Problem ist es nur, wenn dauerhaft Werte über 120 mg/dl angezeigt werden, denn in diesem Fall handelt es sich um erhöhte Blutzuckerwerte.

Welche Probleme können auftreten?

Die Probleme, die erhöhte Blutzuckerwerte mit sich bringen können, sind vielseitig. In erster Linie ist es jedoch wichtig zu wissen, was im Körper passiert. So ist oft eine Stoffwechselstörung der Auslöser von Übergewicht und geht mit erhöhten Entzündungswerten einher. In der Leber kommt es dann zur Herstellung von den sogenannten Entzündungsproteinen. Diese regen die TNF-alpha-Ausschüttung an. Das Problem ist, dass nicht mehr ausreichend Energie die Zellen erreicht und diese nicht mehr genug Blutzucker erhalten. Das Ergebnis ist ein sinkender Energieverbrauch sowie die Umwandlung von Zucker zu Fett. Durch die verringerte Energieversorgung in den Zellen fährt der Körper seine Aktivität herunter und verbraucht weniger Kalorien, was wieder zu einer Ansammlung von Fett führt. Der Zucker geht nicht mehr in die Zellen, er bleibt im Blut und die Ausschüttung vom Insulin wird erhöht. Die Energie aus den Fettzellen wird nicht mehr genutzt und die Blutzuckerwerte erhöhen sich deutlich.

Was ist die Folge?

Aus diesem Kreislauf heraus können verschiedene Folgeerkrankungen entstehen, die in ihrer Wirkung auf den Körper nicht zu unterschätzen sind. Zu diesen Erkrankungen gehören beispielsweise:

  1. Fettleber
    Wer schon einmal von einer Fettleber gehört hat, der weiß, dass es sich hierbei nicht gerade um eine angenehme Sache handelt. Die Fettsucht sorgt dafür, dass sich die Cholesterinwerte im Körper erhöhen und eine Schädigung der Blutgefäßwände sowie eine Arteriosklerose folgen. Die Abführung des Cholesterins aus der Leber wird unterbrochen und die Fettleber entsteht.
     
  2. Diabetes mellitus
    Ebenfalls eine sehr häufige Folge ist die Diabetes mellitus. Sie entsteht, wenn eine dauerhafte Erhöhung des Insulinspiegels vorliegt. Ein erhöhter Blutzuckerwert erfordert auch eine erhöhte Produktion von Insulin und damit kommt es zu einer deutlichen Überforderung der Bauchspeicheldrüse. Die Diabetes ist nur eine logische Folge davon.
     
  3. Mögliche Tumorbildung
    Auch eine Begünstigung der Tumorbildung ist möglich, dies geht aus Studien hervor. So kann es sein, dass gerade in der Gebärmutter und der Brust, dem Darm, den Nieren oder in der Prostata Tumore gebildet werden.
     
  4. Herzinfarkt und Schlaganfall
    Es ist bekannt, dass Menschen mit Übergewicht häufiger einen Schlaganfall oder auch einen Herzinfarkt bekommen können. Die dauerhafte Belastung von Herz und Kreislauf durch das Übergewicht ist in diesem Fall der Auslöser.
     

Das Leben ändern

Bei der Diagnose einer Fettsucht sowie bei erhöhten Blutzuckerwerten bleibt Betroffenen nichts anderes übrig, als ihr Leben komplett zu ändern. Dies funktioniert über eine dauerhafte Umstellung der Ernährung sowie der eigenen Aktivität. In Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt wird ein Ernährungsplan aufgestellt. Dieser Ernährungsplan wird nach und nach umgesetzt und zwar so, dass er auf die Dauer eingehalten werden kann. Dies gilt auch für den Plan in Bezug auf Sport. In kleinen Schritten wird der Körper an eine erhöhte Betätigung gewöhnt und kann so langsam das Fett abbauen. Zu verzichten ist dagegen auf Appetitzügler, Radikaldiäten sowie auf einen zu schnellen Einstieg in den Sport, da dies dem Körper mehr schades als hilft.


Bildnachweis: © Fotolia – PhotoSG

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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