Wie Kinder gesund schlafen: 10 Tipps für eine ruhige Nacht

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Ein gesunder Schlaf ist für kleine Entdecker auf Reisen besonders wichtig. Nur wer ausgeschlafen und fit ist, kann die Herausforderungen des nächsten Tages gut bewältigen – das ist gerade im Kindesalter ein wichtiger Aspekt! Ein gesunder und erholsamer Schlaf hängt dabei allerdings von vielen Faktoren ab.

Tipp 1: Am Abend geht es ruhiger zu

Damit die Nacht ruhig wird, sollten auch die Stunden vor dem Zubettgehen etwas relaxter gestaltet werden. Reduzieren Sie den Pegel der Aufregung sowohl für sich als auch für Ihre Kinder. Wenn die Kids bereits einige Zeit vor dem Schlafen ein wenig entspannen konnten, gestaltet sich das Einschlafen in jedem Fall leichter. Meiden Sie hierfür laute Musik, aufregende Spiele und zu viel Neues am Abend. Wichtig ist vor allem auch eine gewisse Routine.

Tipp 2: Routine und feste Uhrzeiten

„Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“, so lautet ein deutsches Sprichwort, das sich tatsächlich bewahrheitet. Wer feste Zeiten für bestimmte Aktivitäten hat, tut sich leichter, diese zu verinnerlichen. Genauso hält es sich mit dem Zubettgehen bei Kindern.

Wenn die Kleinen gewohnt sind, beispielsweise immer nach dem ‚Sandmännchen‘ ins Bett zu gehen, fallen zum einen die Diskussionen über das länger Wachbleiben flach. Zum anderen sind die Kinder an diesen Rhythmus gewohnt und die Müdigkeit stellt sich tatsächlich ein. Wer am Abend müde ins Bett geht, wird sicherlich von einer ruhigen Nacht profitieren.

Eine ruhige Umgebung - und viel Bewegung für Geist und Körper am Tag - helfen, damit Kinder friedlich schlafen. (#01)

Eine ruhige Umgebung – und viel Bewegung für Geist und Körper am Tag – helfen, damit Kinder friedlich schlafen. (#01)

Tipp 3: Mit vollem Magen schläft es sich schwerer

Was beim Thema Schlaf für Erwachsene gilt, das gilt in der Regel auch für Kinder:

Ein schweres Abendessen direkt vor dem Zubettgehen geht auf Kosten des Schlafes.

Magen und Darm sind direkt nach einer Mahlzeit mit dem Verdauen der Nahrung beschäftigt. Das unangenehme Verdauungsgefühl im Magen hält die Kleinen jedoch von einem gesunden Schlaf ab.

Doch auch andersherum ist es nicht optimal: Wer mit einem – sei es noch so kleinen – Hungergefühl ins Bett geht, wird ebenfalls nicht gut schlafen. Achten Sie also darauf, dass Ihr Nachwuchs satt ist, aber vor dem Zubettgehen keine zu schweren Mahlzeiten mehr einnimmt.

Tipp 4: Für die richtige Zimmertemperatur sorgen

Für einen guten Schlaf ist auch das Zimmerklima entscheidend. Ist es im Zimmer zu heiß, kommen die Kleinen ins Schwitzen. Das hält Ihren Nachwuchs nicht nur vom Schlafen ab, sondern kann besonders bei Babys und Kleinkindern gefährlich werden. Übermäßige Raumtemperatur und eine zusätzliche Wärmezufuhr, beispielsweise durch den Körper der Eltern, erhöhen das Risiko des plötzlichen Kindstodes. Die Temperatur im Schlafzimmer sollte im Optimalfall zwischen 16 und 18 Grad liegen.

Tipp 5: Das Kinderzimmer – ein Ort der Ruhe und Geborgenheit

Nur wenn sich Ihre Kids im Kinderzimmer wohlfühlen, können sie dort tief und fest schlafen und sich von den Strapazen des Tages erholen. Viele Faktoren tragen dazu bei, dass das Kinderzimmer zum Ort der Ruhe und Geborgenheit wird. Einerseits ist es wichtig, dass der Raum abgedunkelt wird und so eine gemütliche Schlafatmosphäre entsteht. Ist das Kinderzimmer zudem in ruhigen Farben gehalten, fühlen sich die Kleinen besonders wohl.

Entscheidend ist auch, dass sich im Raum nichts befindet, das der Gesundheit Ihres Kindes schaden könnte. Zigarettenrauch im Kinderzimmer sollte ein definitives Tabu sein. Achten Sie beim Kauf der Einrichtung und vor allem des Betts auf die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Materialien.

Materialien aus ökologischem Anbau und anerkannte Prüfsiegel, wie das GS-Zeichen oder das TÜV-Siegel, geben Aufschluss über die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Möbelstücke.

Tipp 6: Auf die richtige Matratze vertrauen

Ein gesunder Schlaf hängt maßgeblich auch von der richtigen Matratze ab. Selbst wenn die Schlafumgebung noch so angenehm und beruhigend ist, kann eine unbequeme Liegeposition Ihren Kindern den Schlaf kosten. Die Relevanz des nächtlichen Komforts für Rücken und Körper insgesamt sollte aus diesem Grund nicht unterschätzt werden. Es empfiehlt sich, bereits kleine Entdecker beim Matratzenkauf aktiv zu beteiligen und sie auch Probeliegen zu lassen.

Tipp 7: Das individuelle Schlafbedürfnis herausfinden

Damit die Nacht ruhig wird, sollten Sie auch genau darüber Bescheid wissen, wie viel Schlaf Ihr Kind tatsächlich braucht. Oftmals verbringen Kinder mehr Zeit im Bett, als sie tatsächlich nötig hätten. Das Zubettgehen wird dann häufig eine langwierige Prozedur, die sich zudem auf den Schlafkomfort Ihrer Kleinen auswirkt. Jedes Kind ist anders – lernen Sie die Bedürfnisse Ihres Nachwuchses kennen und sorgen Sie somit für eine ruhige Nacht.

Wer nicht müde ist, kann auch nicht schlafen. Kinder haben unterschiedliche Schlafbedürfnisse. Wenn Eltern darauf eingehen, klappt es mit einer ruhigen Nacht meist eher. (#02)

Wer nicht müde ist, kann auch nicht schlafen. Kinder haben unterschiedliche Schlafbedürfnisse. Wenn Eltern darauf eingehen, klappt es mit einer ruhigen Nacht meist eher. (#02)

Tipp 8: Nur wer ausgepowert ist, schläft auch gut

Lassen Sie Ihre Kinder am Tag mal so richtig toben – die Kleinen werden am Abend ausgepowert in ihre Bettchen fallen und direkt einschlafen. Was für Erwachsene gilt, das kann auch für Kids nicht falsch sein:

Fitnessfreaks schlafen Studien zufolge nämlich deutlich besser als Sportmuffel.

Sind Ihre Kinder also von den Erlebnissen eines aufregenden Tages müde, schlafen sie in der Nacht ruhiger und können ihre Batterien wieder effektiv aufladen.

Tipp 9: Äußere Einflüsse minimieren

Damit die Kids ruhig schlafen können, sollten äußere Einflüssen soweit als möglich reduziert werden. Dunkeln Sie das Zimmer Ihres Kindes ab, damit beispielsweise das Licht der Straßenlaternen nicht in den Raum gelangen kann. Ferner ist auch eine ruhige Umgebung wichtig. Minimieren Sie die akustischen Einflüsse in der Schlafumgebung Ihrer Kids. Ein lauter Fernseher oder Straßenlärm durch ein offenes Fenster im benachbarten Zimmer bringen Ihre Kinder um einen gesunden Schlaf.

Tipp 10: Überhitzung vermeiden

Vor allem Babys und Kleinkinder sollten recht früh in ihrem eigenen Bett schlafen. Liegen Eltern und Kinder zusammen in einem Bett, könnten gesundheitliche Konsequenzen auftreten: Durch die abstrahlende Körperwärme der Eltern sind die Kids der erhöhten Gefahr einer Überhitzung und dem damit verbundenen Kindstod ausgesetzt.

Achten Sie bei der Anschaffung eines Kinderbettchens darauf, dass Ihr Nachwuchs in der Matratze nicht zu tief einsinken kann. Auch hier ist das Risiko eines Hitzestaus und einer daraus folgenden Überhitzung erhöht. Auch Kissen sind für Babys und Kleinkinder zunächst nicht zu empfehlen. Erstickungsgefahr und Überhitzung können auch hier drohen.

Eine ruhige Nacht für Kinder ist Erholung für die Eltern

Wenn sich Ihre Kinder bei Nacht gut erholen und ausschlafen können, profitieren Sie als Eltern gleich in zweierlei Hinsicht. Einerseits sind die Kids am nächsten Morgen fit und bereit für einen weiteren Tag, der Neues bringt. Andererseits sorgt die durchgehende Nachtruhe Ihres Nachwuchses auch dafür, dass Sie nachts durchschlafen können und am folgenden Tag relaxed sind.

Ein gesunder Schlaf bringt’s einfach – sowohl für die Kids als auch für die Eltern!


Bildnachweise: © Fotolia Titelbild: Ramona Heim – #01 redpepper82 – #02 JenkoAtaman

Über Iris Martin

Iris Martin, Jahrgang bleibt ein gut gehütetes Geheimnis, ist Mutter zweier Kinder. Rabauke 1 und Rabauke 2 sind Wunschkinder ersten Grades, treiben ihre Eltern regelmäßig an den Rand der Verzweiflung und wissen sie von dort mit einem lieblichen Augenaufschlag wieder wegzuholen. Iris ist derzeit mit ihren beiden Jungs zu Hause, genießt das Leben als Vollzeitmami und hält das Chaos so im Rahmen. Neuen Herausforderungen stellt sie sich dabei gerne – immer gut gewappnet mit dem Wissen, das nur aktiv agierende Eltern haben können.

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