Mutter werden: Neun Monate bis zum großen Glück

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Mutter werden empfinden viele Frauen als das Ereignis, das ihr Leben am nachhaltigsten beeinflusst und verändert. Doch das Leben als frisch gebackene Mutter ist nicht immer eitel Sonnenschein. Es kann auch sehr anstrengend werden.

Mutter werden beutetet häufig: Ausschlafen ade!

Wer denkt, dass nach der manchmal beschwerlichen Schwangerschaft und der häufig noch beschwerlicheren Geburt mit der Ankunft des neuen Erdenbürgers nun alles in Butter ist, der kann unangenehm enttäuscht werden. Denn gerade die ersten Wochen als Mutter können schon sehr deutlich an den Kraftreserven zehren. Das kleine Baby kennt nämlich noch nicht den Unterschied zwischen Tag und Nacht. Den muss es, wie vieles ander auch, erst lernen. Und das beutetet für die Mutter, aber immer häufiger auch für den Vater, dass sie nachts wenig schlaf bekommen.

Hinzu kommt, dass Neugeborene einen sehr kleinen Magen haben und nur kleine Mengen Milch aufnehmen können. Die Folge: Sie haben oft Hunger und möchten gestillt werden. Alle drei bis vier Stunden zu Stillen ist gerade in den ersten Wochen vollkommen normal und nichts Ungewöhnliches. In der Konsequenz heißt das aber auch: Schlafmangel für die Mutter – und das nicht zu knapp.

Wer denkt, dass nach der manchmal beschwerlichen Schwangerschaft und der häufig noch beschwerlicheren Geburt mit der Ankunft des neuen Erdenbürgers nun alles in Butter ist, der kann unangenehm enttäuscht werden. (#01)

Wer denkt, dass nach der manchmal beschwerlichen Schwangerschaft und der häufig noch beschwerlicheren Geburt mit der Ankunft des neuen Erdenbürgers nun alles in Butter ist, der kann unangenehm enttäuscht werden. (#01)

„Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen“

Frauen, die zum ersten Mal Mutter werden, werden vermutlich schnell begreifen, warum es dieses Sprichwort gibt. Denn früher lief es tatsächlich so ab. Babys wurden in eine große Familie, oder in eine Dorfgemeinschaft hinein geboren, die mit Rat und Tat zur Seite stand. Frauen, die gerade Mutter geworden waren, konnten auf die Hilfe und Ratschläge der älteren Frauen vertrauen und sich Unterstützung holen. Erziehungsfragen, aber auch Fragen zur Babypflege und Probleme nach der Schwangerschaft konnten sie mit diesen Frauen besprechen. Schließlich hatten die meisten von ihnen auch schon eine Schwangerschaft und Stillzeit durchlebt.

Das sieht heute leider häufig ganz anders aus und viele Frauen sind relativ allein, wenn sie Mutter werden.

Frischgebackene Mütter sollten um Hilfe fragen

Da viele Frauen, wenn sie heutzutage Mutter werden, nicht mehr die Hilfe eines ganzen Dorfes und auch nur noch in den seltensten Fällen die Hilfe einer Großfamilie haben, dürfen sie sich nicht scheuen, um Hilfe zu fragen. Damit sind auch offizielle Stellen gemeint, die im Fall der Fälle helfen können. Gerade Frauen, die zum ersten Mal Mutter werden, sollten keine Angst oder vielleicht sogar Scham davor haben, auch von öffentlicher Seite Hilfe zu beantragen.

Häufig werden von öffentlichen oder kirchlichen Trägern auch Kurse angeboten, in denen die Frauen nach der Geburt des Kindes neue Kontakte knüpfen können.

Unser Tipps: Warten Sie nicht darauf, bis das Kind bereits auf der Welt ist, sondern machen Sie schon in der Schwangerschaft Kontakte mit Frauen, die ebenfalls bald Mutter werden. Auf diese Weise haben Sie schon ein Netz an Kontakten, auf das Sie nach der Geburt des Kinder zurückgreifen können. Mehr noch: Diese Frauen werden sicherlich ähnliche Fragen und Wünsche haben wie Sie. Somit haben Sie sofort Vertraute, mit denen Sie sich austauschen können und die Sie im Zweifel auch im Hilfe bitten können.

Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen“ Frauen, die zum ersten Mal Mutter werden, werden vermutlich schnell begreifen, warum es dieses Sprichwort gibt. (#02)

Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen“ Frauen, die zum ersten Mal Mutter werden, werden vermutlich schnell begreifen, warum es dieses Sprichwort gibt. (#02)

Mutter werden: So läuft der Weg dorthin

Doch bevor Frauen überhaupt Mutter werden, steht noch die Zeit der Schwangerschaft, die für viele Frauen eine ganz besondere Zeit ist. Und das zu recht, denn in der Schwangerschaft reift ein neuer Mensch in der zukünftigen Mutter heran – und das ist nichts weniger als eine Sensation.

Meist beginnt diese spannende Zeit mit dem positiven Schwangerschaftstest. Wenn Sie einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen halten, sollten Sie so schnell wie möglich Ihren Frauenarzt aufsuchen. Der kann Ihnen ganz sicher sagen, ob Sie schwanger sind, oder ob der Test ein falsches Ergebnis angezeigt hat. Denn auch das kommt leider hin und wieder vor und ist besonders für Frauen, die sich lange auf eine Schwangerschaft gefreut haben, ein herber Rückschlag. Versuchen Sie daher sich noch nicht zu viel über den Gedanken, dass Sie Mutter werden zu freuen. Sparen Sie sich die Freude lieber für den Besuch beim Frauenarzt auf. Nachdem der Ihnen eine vorliegende Schwangerschaft bestätigt, können Sie nach Lust und Laune los jubeln und sich auf die Ankunft des neuen Erdenbürgers freuen.

Die Schwangerschaft einer Frau ist in drei Trimester unterteilt. Jedes Trimester umfasst dabei einen Zeitraum von drei Monaten. (#03)

Die Schwangerschaft einer Frau ist in drei Trimester unterteilt. Jedes Trimester umfasst dabei einen Zeitraum von drei Monaten. (#03)

Mutter werden: Die neun Monate bis es soweit ist

Die Schwangerschaft einer Frau ist in drei Trimester unterteilt. Jedes Trimester umfasst dabei einen Zeitraum von drei Monaten. Genau betrachtet ist eine Frau jedoch nicht neun, sondern fast zehn Monate schwanger. Ärzte beginnen die Zählung einer bestehenden Schwangerschaft nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Bis allerdings eine oder gleich mehrere Eizellen herangereift sind, die befruchtet werden kann, vergehen zwei bis drei Wochen. Wird die Schwangerschaft also in der sechsten Schwangerschaftswoche (SSW) bestätigt, ist die Frau sie häufig erst zwei Wochen schwanger.

Das erste Trimester ist auch das gefährlichste. Das bedeutet, dass in dieser Zeit einige Schwangerschaften zu einem frühzeitigen Ende kommen und die Frau eine Fehlgeburt hat. Daher warten viele Paare bis in die 13. Schwangerschaftswoche, bevor sie Freunden, Bekannten und der Familie mitteilen, dass sie ein Baby bekommen werden.

Im zweiten und noch mehr im dritten Trimester der Schwangerschaft sollten sich Frauen auf die bevorstehende Geburt vorbereiten. (#04)

Im zweiten und noch mehr im dritten Trimester der Schwangerschaft sollten sich Frauen auf die bevorstehende Geburt vorbereiten. (#04)

Das zweite und dritte Trimester einer Schwangerschaft

Im zweiten und noch mehr im dritten Trimester der Schwangerschaft sollten sich Frauen auf die bevorstehende Geburt vorbereiten. Viele Frauen besuchen in dieser Zeit einen Geburtsvorbereitungskurs, auch um mit eventuellen Schwangerschaftsbeschwerden besser zurecht zu kommen. Denn gerade die Schwangerschaftsbeschwerden werden im Schwangerschaftsverlauf immer mehr. Kein Wunder, wenn der Bauch wächst, wird es auch beschwerlicher für die werdende Mutter, sich ausreichend zu bewegen. Und auch Bewegungsmangel kann zu Schwangerschaftsbeschwerden führen.

In einem Geburtsvorbereitungskurs lernen Frauen, die bald Mutter werden, aber noch mehr. Auch auf die Zeit nach der Geburt und hier vor allem das Stillen werden sie im Rahmen eines Geburtsvorbereitungskurses vorbereitet. Gerade das Stillen eines Kindes wurde in den letzten Jahren immer häufiger diskutiert. Manche Frauen plädieren dafür, dass es für die Gesundheit eines Kindes nichts besseres gibt, als von der Mutter gestillt zu werden, andere Frauen lehnen das Stillen dagegen kategorisch ab.

Noch dazu kommt, dass Stillen in der Öffentlichkeit häufig auf Widerstände stößt.

Wie auch immer man diesen Punkt handhaben möchte, Frauen, die Mutter geworden sind, sollten selbst entscheiden können, ob sie ihr Kind stillen möchten oder nicht.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: VGstockstudio-#01: _Kaspars Grinvalds -#02: _ Alena Ozerova -#03: Africa Studio  -#04: Tyler Olson

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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