Deshalb schlafen Babys schlecht!

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Es gibt viele Gründe, warum Babys schlecht schlafen. Für Eltern ist es bereits nach ein paar Monaten eine echte Herausforderung, den Alltag mit großer Müdigkeit in den Griff zu bekommen. Die folgenden Informationen helfen dabei, das Baby zu verstehen.

Sieben Gründe, warum Babys schlecht schlafen

Um herauszufinden, warum ein Baby schlecht schläft, muss erst einmal Ursachenforschung betrieben werden. Das heißt, Eltern müssen dem Auslöser für die Schlafgewohnheiten auf den Grund gehen und diesen aus der Welt schaffen. Am besten geht das, wenn man einmal die verschiedenen Möglichkeiten prüft, die in Betracht kommen können. Denn besonders häufig liegt der schlechte Schlaf des Babys an den Eltern. Das klingt auf den ersten Blick verwirrend, denn Eltern wünschen sich nichts mehr, als eine Nacht durchschlafen zu können. Oft machen sie jedoch einige Fehler, die bei dem Baby für Unruhe sorgen. Das sind die häufigsten Gründe für den schlechten Schlaf von Babys:

 

Es gibt viele Gründe, warum Babys schlecht schlafen. Für Eltern ist es bereits nach ein paar Monaten eine echte Herausforderung, den Alltag mit großer Müdigkeit in den Griff zu bekommen. (#01)

Es gibt viele Gründe, warum Babys schlecht schlafen. Für Eltern ist es bereits nach ein paar Monaten eine echte Herausforderung, den Alltag mit großer Müdigkeit in den Griff zu bekommen. (#01)

 

1. Reizüberflutung als Grund
Die Reizüberflutung ist einer der häufigsten Gründe dafür, dass ein Baby nicht zur Ruhe kommt oder in der Nacht so viel verarbeiten muss, dass es ständig wach wird. Viele Eltern möchten den Nachwuchs natürlich Freunden und Verwandten zeigen und dafür sorgen, dass jeder das kleine Bündel besuchen kann. Sie gehen mit dem Baby zu Feierlichkeiten, zu Besuchen oder laden Besuch ein, machen lange Spaziergänge und geben es Oma und Opa, Tante und Onkel auf den Arm. Dabei vergessen Eltern jedoch schnell, dass solche Tagesabläufe, die für Erwachsene oder ältere Kinder ganz normal sind, bei einem Baby eine Reizüberflutung auslösen und dafür sorgen, dass es nicht zur Ruhe kommt.

Hilfe für das Baby: Eltern sollten auf die Zeichen ihres Kindes achten. Ist es sehr unruhig und quengelig, dann wird es Zeit, die Situation zu verlassen. Zudem sollte das Wochenbett ausgenutzt werden. Ganz viel Ruhe als kleine Familie, Zeit im Bett und Erholung stehen hier an erster Stelle.

2. Die Sehnsucht nach Mama
Es ist ganz normal, dass eine frisch gebackene Mama das Bedürfnis hat, ihr Baby selbst zu wickeln, es in den Arm zu nehmen und zum Schlafen zu bringen. Wenn aber nicht einmal der Papa kuscheln und das Baby ins Bettchen bringen darf, dann kann es schnell passieren, dass der Nachwuchs nur Mama als Beruhigung akzeptiert und die Nächte sehr anstrengend werden, wenn doch einmal Papa aufsteht und nach dem Baby schauen möchte.

Hilfe für das Baby: Papa ist ein netter Mann – dies sollten Babys von Anfang an lernen und daher ist es wichtig, dass Väter in die Betreuung mit eingebunden werden und die Kleinen auch zu Bett bringen.

 

Dass Mamas zu schnell reagieren, mag erst einmal komisch klingen, denn schließlich soll man sein Baby nicht weinen lassen. Das ist auch richtig so. Allerdings reagieren viele Eltern in der Nacht schon bei kleinen Geräuschen. (#02)

Dass Mamas zu schnell reagieren, mag erst einmal komisch klingen, denn schließlich soll man sein Baby nicht weinen lassen. Das ist auch richtig so. Allerdings reagieren viele Eltern in der Nacht schon bei kleinen Geräuschen. (#02)

 

3. Zu schnelle Reaktion der Mama
Dass Mamas zu schnell reagieren, mag erst einmal komisch klingen, denn schließlich soll man sein Baby nicht weinen lassen. Das ist auch richtig so. Allerdings reagieren viele Eltern in der Nacht schon bei kleinen Geräuschen, nehmen das Kind auf den Arm, füttern es oder stecken den Schnuller wieder in den Mund. Dabei sind Geräusche nicht immer ein Zeichen dafür, dass das Baby auch wirklich schon wach ist.

Hilfe für das Baby: Eltern sollten erst einmal nach den ersten leisen Geräuschen in Ruhe lauschen, ob das Baby wirklich wach wird. Das kann entweder über ein Babyphone erfolgen, oder auch einfach über den Blickkontakt. Sind die Augen auf? Wenn nicht, dann sollte das Baby einfach in Ruhe gelassen und nicht aus dem Schlaf geholt werden.

4. Die Angst der Eltern
Viele Eltern kennen das Problem, dass sie in der Nacht immer wieder wach werden und schauen, ob das Baby noch atmet. Vielleicht stupsen sie das Kind sogar an oder wecken es kurz. Diese Sorge ist ganz normal und weit verbreitet. Für das Baby ist es aber schwierig, wenn es ständig aus dem Schlaf geholt wird.

Hilfe für das Baby: Ist die Unsicherheit ganz besonders groß, dann können Eltern den Finger kurz unter die Nase halten und prüfen, ob geatmet wird. Eine weitere Möglichkeit ist es, ein Tuch auf den Bauch zu legen. Wenn sich dieses bewegt, dann ist alles in Ordnung. Eltern sollten jedoch lernen, ihrem Baby zu vertrauen und selbst entspannter schlafen zu können.

 

Mobile und auch bunte Spieluhren, die für ein Lichtspektakel an der Decke sorgen, haben am Bettchen nichts verloren. Besser ist es, nur ein kleines Kuscheltuch sowie die eigene Stimme und Wärme anzubieten. (#03)

Mobile und auch bunte Spieluhren, die für ein Lichtspektakel an der Decke sorgen, haben am Bettchen nichts verloren. Besser ist es, nur ein kleines Kuscheltuch sowie die eigene Stimme und Wärme anzubieten. (#03)

 

5. Das aufregende Zimmer
Es ist ganz besonders lieb gemeint, wenn das Mobile am Abend noch angemacht wird, die Spieluhr erklingt oder die kleine Figur lustig leuchtet. Damit das Baby zur Ruhe kommt und in den Schlaf findet, ist es aber gar nicht unbedingt notwendig, so ein großes Geschütz aufzufahren. Viel besser ist es, wenn nur Mama oder Papa mit im Raum sind, ein wenig singen und das Baby streicheln.

Hilfe für das Baby: Mobile und auch bunte Spieluhren, die für ein Lichtspektakel an der Decke sorgen, haben am Bettchen nichts verloren. Besser ist es, nur ein kleines Kuscheltuch sowie die eigene Stimme und Wärme anzubieten.

6. Keine Erwartungen aufbauen
Das Baby von der Nachbarin hat nach zwei Wochen schon sechs Stunden am Stück geschlafen und auch Freunde erzählen, dass ihr Nachwuchs in der Nacht selig schlummert. Das weckt natürlich Erwartungen an das eigene Kind und man fragt sich, was genau eigentlich falsch läuft, wenn es dann doch häufiger wach wird. Eltern sollten hier nicht den Fehler bei sich suchen sondern einfach annehmen, dass ihr Kind eben ein anderes Schlafbedürfnis hat. So lange es nicht weint oder völlig übermüdet ist, stellt ein vielleicht ungewöhnlicher Rhythmus kein Problem dar.

Hilfe für das Baby: Bei diesem Punkt ist es für das Baby vor allem wichtig, dass Mama und Papa es so akzeptieren, wie es ist und in diesem Zusammenhang die Schlafgewohnheiten auch einfach annehmen.

Video:Tipps dem Baby das Schlafen und Einschlafen zu erleichtern

7. Unausgeschlafene Eltern
Natürlich ist es schwer für die Eltern, zur Ruhe zu kommen, wenn das Baby in der Nacht ständig wach wird. Doch hier braucht es umso mehr entspannte und ruhige Eltern, auf die es sich verlassen kann. Daher sollten Mütter ihren Perfektionismus ein wenig herunterschrauben und auch die Wäsche einmal liegen lassen, wenn der Nachwuchs gerade schläft. Sie können die Zeit viel besser nutzen, um selbst ein wenig Kraft zu tanken und die Beine nach oben zu legen.

Hilfe für das Baby: Die beste Hilfe für das Baby in Zeiten, wo es nicht viel Schlaf bekommt oder häufig aufwacht, ist die Unterstützung der Eltern. Diese sollten möglichst ganz entspannt sein und ruhig bleiben. Die Ruhe überträgt sich auch auf den Nachwuchs.

Video:Hilfe mein Kind will nicht schlafen ? Tipps zum Einschlafen

Das Wechselmodell – wenn die Eltern getrennt schlafen

Eltern sollten in erster Linie wissen, dass es nur ein bestimmter und auch absehbarer Zeitraum ist, in dem die Babys schlecht schlafen. Es bringt jedoch nichts, wenn Mama und Papa unausgeschlafen sind und sich damit auch leicht reizen lassen. Besser ist es, hier ein Wechselmodell auf die Beine zu stellen. Dabei geht es darum, dass ein Elternteil immer in Ruhe schlafen können soll – zur Not auch in getrennten Zimmern. So ist es möglich, dass man sich in der Nacht bei der Betreuung des Babys abwechselt.

Hat Mama gestillt, übernimmt Papa und wiegt den Nachwuchs in den Schlaf, sodass die Mutter wieder Kraft tanken kann. Dafür übernimmt sie bei der nächsten Wachphase komplett. Hier ist es alles eine Frage der Organisation, um wirklich in aller Ruhe auf die Wünsche und Bedürfnisse des Babys eingehen und diese befriedigen zu können, auch wenn es öfter in der Nacht wach wird.


Bildnachweis:©Fotolia-Titelbild:Oksana Kuzmina-#01: allari -#02: Photocreo Bednarek -#03: famveldman

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Über Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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