Ferienhaus, Hotel oder Camping: Was ist am besten für Urlaub mit Kindern?

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Bei der Planung des nächsten Familienurlaubs stellt sich für viele Eltern die Frage: Mieten wir wieder ein Ferienhaus, gönnen wir uns ein Hotel oder wagen wir ein kleines Abenteuer und verbringen den Urlaub mit Kindern auf dem Zeltplatz? Danach bleibt zu klären, wie Eltern und Kinder den Ferienort erreichen: mit dem Auto, per Zug oder Flugzeug? Jede Ferienunterkunft und jede Anreisemöglichkeit hat ihre ganz eigenen Vorteile – welche, zeigen wir hier.

Flexibel bleiben mit dem Ferienhaus

Ob in den Bergen Deutschlands, in der Sonne des Südens oder am Meer – Ferienhäuser für den Urlaub mit Kindern finden sich in jeder Region, einladende Beispiele finden Sie hier. Doch passt ein Ferienhaus zu jeder Familie? Besonders gut eignet es sich für Familien, die gern flexibel sind. Anders als im Hotel ist man an keine festen Essenszeiten gebunden, die Speisen können nach dem eigenen Geschmack zubereitet werden. Zudem bietet ein Ferienhaus in der Regel genügend Platz, sodass sich jedes Familienmitglied auch mal zurückziehen kann.

Direkte Zimmernachbarn, die sich über den „Lärm“ der Kinder beschweren könnten, gibt es nicht. Oft ermöglicht ein Garten zusätzliche Erholung. Vor allem Familien mit Hund profitieren von einem Ferienhaus, weil der vierbeinige Freund in vielen Feriendomizilen willkommen ist.

Service genießen im Hotel

Oder darf es in den Familienferien doch das Hotel sein, das mit etlichen Services aufwartet? Einkaufen und Kochen entfallen – man kann sich ganz entspannt in den Essenssaal begeben und sich am reichhaltigen Buffet bedienen. Dort finden Groß und Klein bestimmt ihre Lieblingsspeisen.

Entweder bucht man das Zimmer

  • nur mit Frühstück,
  • mit Halbpension (Frühstück und Abendessen),
  • Vollpension (plus Mittagessen) oder
  • als All-inclusive-Variante, bei der zusätzlich die Getränke frei sind.

Weiterer Pluspunkt: Die Zimmer werden regelmäßig gereinigt, zudem gibt es in vielen familienfreundlichen Hotels eine Kinderbetreuung – Eltern können also auch mal einen Tag zu zweit verbringen. Da das Gepäck fürs Hotel wesentlich kleiner ausfällt als für das Ferienhaus, weil man beispielsweise keine Handtücher oder Küchenutensilien mitnehmen muss, ist es das ideale Feriendomizil für Familien, die mit dem Flugzeug verreisen.

Eis im Urlaub: Im Hotel eventuell All Inclusive - auf dem Campingplatz leider nicht. (#01)

Eis im Urlaub: Im Hotel eventuell All Inclusive – auf dem Campingplatz leider nicht. (#01)

Auf dem Campingplatz geht’s etwas bescheidender zu

Weniger ist mehr – so lautet das Motto für Familien, die ihre Ferien gern auf dem Campingplatz verbringen. Die Verhältnisse sind einfach: Die zugeteilte Parzelle wartet mit Strom- und Wasseranschluss auf, fürs Geschirrspülen, zum Duschen und für den Toilettengang muss man die gemeinschaftlichen Sanitäranlagen aufsuchen.

Aufblasbare Isomatte, Schlafsack und Hängematte sorgen für den nötigen Komfort – sofern kein Wohnwagen oder Camper zur Verfügung steht. Campingtisch und -stühle sind trotzdem Pflicht, möchte man es sich im Campingurlaub doch auch gemütlich machen – zum Beispiel beim stilechten Abendessen, das auf dem Gaskocher zubereitet wird. Schlägt man seine Zelte auf einem ausdrücklich kinderfreundlichen Campingplatz auf, kommt beim Nachwuchs dank zahlreicher Spielmöglichkeiten sicherlich keine Langeweile auf. Zur Abwechslung unternimmt man gemeinsam Ausflüge, schließlich gehören fahrbare Untersätze zu einem Campingurlaub dazu.

Ist die perfekte Unterkunft ausgewählt, müssen Mama und Papa entscheiden: Wie kommen wir an unser Traumferienziel? Mit dem Auto, Flugzeug oder der Bahn? Auch hier hat jede Option ihre Vorzüge.

Individuell unterwegs mit dem Auto

Einfach alle Siebensachen im Kofferraum verstauen und losfahren – so einfach stellen sich viele Eltern die Anreise mit dem Auto vor. Tatsächlich ist es wichtig, vorab Reifendruck und Ölstand beim Auto zu überprüfen. Und natürlich, Koffer, Taschen und Co sicher zu verstauen. Tipps dafür gibt’s hier. Auch der Zeitpunkt der Autoreise entscheidet darüber, ob es ein entspannter Start in die Ferien wird: Am besten die Abfahrt nicht auf einen Freitag oder Samstag legen – an diesen Wochentagen starten die meisten Urlauber, vor allem zur Hauptferienzeit. Um nicht in einen Stau zu geraten, fährt man ein bis zwei Tage vorher oder nachher los. Wer nachts fährt, darf mit weniger Verkehr rechnen, im Sommer mit weniger Hitze. Zudem können die Kinder einfach die Rückbank zu ihrem Bettchen machen.

Regelmäßige Pausen sind dennoch sinnvoll, um die Sicherheit nicht zu gefährden. Der ADAC empfiehlt, alle zwei Stunden eine Pause einzulegen und sich mit dem Beifahrer abzuwechseln. Pausen tagsüber sollten mit der ganzen Familie dazu genutzt werden, sich zu bewegen. Ein kleiner Spaziergang oder Fangen zu spielen, das lockert die Glieder und die Stimmung. Vielleicht bietet sich auch eine spannende Sehenswürdigkeit oder ein Freizeitpark nahe der Strecke für eine Pause an? Liegt das Urlaubsziel sehr weit weg, empfiehlt es sich besonders mit kleinen Kindern, eine Übernachtung einzuplanen.

Damit den Kindern im Auto nicht langweilig wird, nimmt man geeignete Spielzeuge, Malsachen und Hörspiele mit. Einzelkinder freuen sich, wenn ein Elternteil auch mal bei ihnen auf der Rückbank sitzt und zum Beispiel „Ich sehe was, was du nicht siehst“ spielt. Bei hohen Temperaturen unbedingt einen Sonnenschutz an den Seitenscheiben montieren und den Kindersitz mit einem Frotteehandtuch auskleiden. Die Klimaanlage nicht zu stark einstellen und Zugluft vermeiden.

Entspannt ankommen im Zug

Eine Zugfahrt kann für Kinder ein kleines Abenteuer sein. Auch die Eltern profitieren davon – schließlich müssen sie nicht hinterm Steuer sitzen, sondern können sich entspannt zurücklehnen. Die Bahn bietet Serviceleistungen an, die die Zugreise zusätzlich vereinfachen: Beim Gepäckservice entfällt beispielsweise das Schleppen von Koffer und Kinderwagen. Idealerweise buchen Familien ein eigenes Abteil im Zug. So haben sie genügend Platz für Gepäck und „Spielraum“ für den Nachwuchs.

Sich zwischendurch die Beine zu vertreten und im Speisewagen einen Snack zu sich zu nehmen, ist problemlos möglich.

Genauso wie auf der Autofahrt sollten Eltern aber genügend eigenen Proviant dabeihaben – Kinder werden auf einer Reise schnell hungrig. Ungesüßte Getränke und leichtes Essen wie belegte Brote, klein geschnittenes Obst und Gemüse bieten sich an. Bei fettigem Essen kann es leicht zu Übelkeit kommen. Weil die Kleinen nicht die ganze Zeit aus dem Fenster gucken wollen, denken Eltern an Spiele, Bücher und Kuscheltiere. Auch die Kuscheldecke darf nicht fehlen, wenn der Nachwuchs mal ein Nickerchen machen möchte.

Reisen mit Kindern: Mit der Bahn in der Urlaub, da fängt der Urlaub gleich zuhause an, oder doch nicht? (#02)

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Clever reisen mit dem Flugzeug

Mit dem Flieger in den Urlaub zu starten, kann ebenfalls eine gute Wahl sein. Bei Langstreckenflügen sollte man einen Nachtflug buchen – dann können die Kinder durchschlafen und starten fit in den Urlaub. Plätze in der vordersten Reihe oder beim Notausstieg halten mehr Platz bereit als in den üblichen Reihen. Dort können Eltern die Beine ausstrecken und Kinder in Ruhe spielen.

Spezielle Kindermenüs erleichtern die Verpflegung.

Bei selbst mitgebrachter Babynahrung unbedingt die Vorschriften fürs Handgepäck beachten. Clever ist es, bereits einen Tag vorher einzuchecken – so muss sich die Familie nur noch bei der Pass- und Personenkontrolle anstellen. Damit die Luftdruckveränderungen dem Nachwuchs keine Probleme bereiten, gibt man bei Start und Landung etwas zu trinken oder zu kauen, so gleicht sich der Druck von selbst aus.


Bildnachweis: © Fotolia Titelbild: Sunny studio – #01 drubig-photo – #02 semevent

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Über Iris Martin

Iris Martin, Jahrgang bleibt ein gut gehütetes Geheimnis, ist Mutter zweier Kinder. Rabauke 1 und Rabauke 2 sind Wunschkinder ersten Grades, treiben ihre Eltern regelmäßig an den Rand der Verzweiflung und wissen sie von dort mit einem lieblichen Augenaufschlag wieder wegzuholen. Iris ist derzeit mit ihren beiden Jungs zu Hause, genießt das Leben als Vollzeitmami und hält das Chaos so im Rahmen. Neuen Herausforderungen stellt sie sich dabei gerne – immer gut gewappnet mit dem Wissen, das nur aktiv agierende Eltern haben können.

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