IQ Test für Kinder: Was Eltern wissen sollten

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Mit einem IQ Test für Kinder hoffen viele Eltern, mehr über die Begabung des eigenen Nachwuchses herauszufinden. Womöglich wird eine Hochbegabung vermutet oder eine Lernschwäche vermutet. Das Thema ist jedoch sehr komplex und sollte deshalb niemals auf die leichte Schulter genommen werden.

IQ Test für Kinder: Nie ohne Hilfe!

Viele IQ-Tests können online eingesehen werden. Das gibt Möglichkeiten für einen ersten Zugang zum Thema. Abeer vorsicht: überfordern Sie ihr Kind nicht. (#2)

Viele IQ-Tests können online eingesehen werden. Das gibt Möglichkeiten für einen ersten Zugang zum Thema. Abeer vorsicht: überfordern Sie ihr Kind nicht. (#2)

Gänzlich verzichten sollten Eltern auf einen IQ Test für Kinder, der kostenlos im Internet angeboten werden. Derartige Angebote sind wenig seriös und geben auch keine ernsthaften Anhaltspunkte darüber, wie intelligent Kinder tatsächlich sind. Zwar folgen die Aufgaben und Fragen in einem solchen Test bewährten Mustern, die nehmen aber auf viele wichtige Faktoren keine Rücksicht. So kann ein IQ Test für Kinder im Internet beispielsweise nicht berücksichtigen, ob ein Nutzer gesund ist, mit voller Aufmerksamkeit bei der Sache ist oder schlicht keine Lust hat.

Ein IQ Test für Kinder ist deshalb stets in Anwesenheit von Experten durchzuführen. Soll ein solcher Test rein aus Interesse durchgeführt werden, ist ein Psychologe die richtige Anlaufstelle. Allerdings ist ein Test nur mit dem Einverständnis des Kindes durchzuführen. Schließlich sind Kinder kein Versuchsobjekt für die Eltern. Möchten sie aber selbst auch mehr über ihren IQ erfahren, spricht nichts gegen einen professionellen Test unter Aufsicht.

Rücksprache mit der Schule

Vor einem IQ-Test sollte vor allem die Schule und der Klassenlehrer befragt werden. Die Lehrer verfügen über pädagogisches Wissen und können das Kind auch im Vergleich zu anderen Kindern der gleeichen Alteersgruppe beobachten. (#1)

Vor einem IQ-Test sollte vor allem die Schule und der Klassenlehrer befragt werden. Die Lehrer verfügen über pädagogisches Wissen und können das Kind auch im Vergleich zu anderen Kindern der gleeichen Alteersgruppe beobachten. (#1)

Soll ein IQ Test für Kinder durchgeführt werden, weil Sorge um die Leistungsfähigkeit besteht oder eine Hochbegabung vermutet wird, so ist immer die Schule der erste Ansprechpartner. Die Lehrer eines Kindes verfügen in den allermeisten Fällen über eine gute pädagogische Ausbildung und können außerdem das Verhalten beim Lernen weit besser einschätzen, als dies mit reinem Elternwissen möglich wäre. Dadurch können die Lehrer auch sehr genau beurteilen, ob ein Test für den IQ überhaupt notwendig ist. Es ist eine gute Idee, den Klassenlehrer einfach zu fragen. Dieser wird im Fall der Fälle auch geeignete Maßnahmen treffen, um ein Kind gezielt zu fördern.

Ein IQ Test ist nicht in Stein gemeißelt!

Bei einem IQ Test für Kinder gelten abseits der angesprochenen Punkte übrigens die gleichen Einschränkungen, wie bei jedem anderen IQ Test auch. Auch wenn der IQ eine gewisse Vorstellung von den Fähigkeiten der Kinder vermittelt, so sind die Ergebnisse in keinem Fall allgemeingültig. Es gibt viele verschiedene Theorien über die Intelligenz eines Menschen, mit unseren heutigen Kenntnissen ist sie aber noch immer nicht ganz fassbar, geschweige denn in einem absoluten Zahlenwert auszudrücken. Kindern mit vermeintlich schlechten Ergebnissen kann es gut tun, sie zu fördern. Dadurch lassen sich die Fähigkeiten im weiteren Lebensverlauf durchaus noch verbessern.

Die Intelligenz eines Kindes hängt übrigens in den seltensten Fällen mit dem Gesundheitszustand zusammen. Ist ein Kind besonders intelligent, deutet das noch längst nicht darauf hin, dass es auch gesund ist. Umgekehrt muss ein Kind ohne Hochbegabung nicht gleich krank sein. Nicht selten überreagieren Mütter und Väter, wenn mal schlechte Noten aus der Schule kommen. Sehr oft passiert das nicht, weil ein Kind nicht intelligent wäre. Viel mehr können Sorge und Nöte auch den schlauesten Kindern mal eine Schularbeit verhageln. Die eigenen Kinder mit einem IQ Test und Besuchen bei Ärzten zu belasten, will immer gut überlegt sein. Zunächst sollte das eigene Elternwissen gepflegt werden, bevor damit begonnen wird, Kindern das Fördern der kognitiven Fähigkeiten nahezulegen.

Hilfe gibt es überall!

Wie bereits erwähnt hilft die Schule stets weiter bei allen Fragen rund um die Intelligenz des eigenen Kindes. Davon ab kann auch der Hausarzt zu entsprechenden Stellen vermitteln und dem Elternwissen etwas auf die Sprünge helfen. Wichtig ist, sich nie nur auf das eigene Urteil zu verlassen. Falsche Entscheidungen können zu katastrophalen Folgen führen und eine schlechte Förderung kann ein Kind schädigen, selbst wenn sie noch so gut gemeint ist. Sollen Kinder also gesund und mit Spaß an der Sache an den eigenen Fähigkeiten arbeiten, so ist ein IQ Test für Kinder längst nicht immer die beste Wahl.


Bildnachweis: © Fotolia – Titelbild candy1812, #2 Igor Zakowski, unsplash.com – #1 Peter Hershey

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Über Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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