Schlechtwetter Aktivitäten: Was tun bei Regenwetter?

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Ist es draußen mal wieder bitterkalt oder es hört einfach nicht auf zu regnen? Kein Problem, denn genau für solche Fälle gibt es viele tolle Schlechtwetter Aktivitäten. Hier unsere Tipps für reichlich Indoor-Spaß.

Schlechtwetter Aktivitäten: vielfältige Möglichkeiten

Wer kennt es nicht: draußen tobt der Herbststurm oder ein heftiges Sommergewitter bringt Regen und macht die Pläne für Aktivitäten an der frischen Luft zunichte. Selbst für die Kinder verlieren bei schlechtem Wetter dann auch die tollsten Spielplätze oft ihren Reiz. Was also tun? Den ganzen Tag in der Wohnung sitzen und mit Malen und Vorlesen verbringen?

Ganz sicher nicht, denn es gibt unzählige tolle Ideen für abwechslungsreiche Schlechtwetter Aktivitäten. Von wunderbaren Mitmach-Museen mit tollen Lerneffekten für die Kleinsten über Indoor-Sport bis hin zu Freizeitparks in der Halle. So ist man jederzeit vor Schlechtwetter geschützt und erlebt dennoch einen unvergesslichen Tag mit den Kindern bei tollen Indoor-Aktivitäten. Wie wäre es z.B. mal mit einem Museum, das einen umfassenden Einblick in die bunte Welt der Spielzeuge und ihrer Geschichte gewährt?

Schlechtwetter-Tipps: das Spielzeugmuseum in Hanau

Schlechtwetter Aktivitäten: Puppenmuseum in Hanau (#01)

Schlechtwetter Aktivitäten: Puppenmuseum in Hanau (#01)

Was hatten eigentlich die alten Griechen für Spielzeug? Und wie haben sich Spielwaren im Laufe der Jahrhunderte entwickelt? Antworten auf diese und andere spannende Fragen liefert das Puppen- und Spielzeugmuseum in Hanau. Wer bei Schlechtwetter auf der Suche nach einer aufregenden Alternative zum Spielen im Freien ist, der wird hier fündig. Langeweile hat dort keine Chance, denn auf 1000 m² zeigt das Anfang der 80er-Jahre gegründete Haus unzählige Spielzeuge verschiedenster Kulturen und Jahrhunderte.

Besonders stolz ist das Museum auf seine Sammlung griechischer, römischer und altorientalischer Spielsachen von 3500 v. Chr. bis 500 n. Chr. sowie die vielen europäischen Puppen. Die älteste Puppe stammt von 1580. Aber auch Puppen aus heutiger Zeit gibt es zu sehen. Und beim größten Miniatur-Kaufhaus der Welt vergessen die Kinder ohnehin ganz schnell, dass draußen Schlechtwetter ist. Attraktiv ist zudem die Lage des Museums: Hanau ist eine relativ zentral gelegene Stadt und von vielen Bundesländern aus schnell zu erreichen. Von Mainz aus in rund 40 Minuten, von Heidelberg (Baden-Württemberg) dauert es eine Stunde und vom bayerischen Aschaffenburg ist man gar in 25 Minuten in Hanau.

Trampolinspaß in NRW

Wer eher Lust hat auf sportliche Aktivitäten der etwas anderen Art hat, der kommt in einem der riesigen nordrhein-westfälischen Trampolinparks auf seine Kosten. Denn in NRW gibt es so viele Trampolinhallen wie keinem anderen Bundesland. Das Wetter kann draußen noch so schlecht sein: ganz ohne Windkanal können die Kinder in den Trampolinhallen abheben und sich in verschiedenen Sportarten üben. So gibt es im über 4000 m² großen AirHop Trampolinpark in Düsseldorf u.a. Action- und Sportspiele wie „Dodgeball“ oder „Slam Dunk“-Basketball , bei dem man sich in Wurftechnik und Zielgenauigkeit üben kann.

Und auch beim Jump House (3800 m²) in Köln spielt das Schlechtwetter keine Rolle. Die Trampolinhalle bietet unterschiedlichste Aktivitäten und Spiel-Bereiche: z.B. die Trampolinbahn, von der man in ein überdimensionales Luftkissen springen kann oder die „Ninja Box“, bei der man mehrere Hindernisse überwinden muss. Reichlich Sprung-Spaß für die ganze Familie gibt’s zudem im Aachener Superfly. Dort bilden 30 zusammenhängende Trampoline eine gewaltige Sprunglandschaft (2600 m²), eine der größten ihrer Art in Europa. Eine Stunde in einem Trampolinpark kostet 10 bis 15 Euro. Außerdem gibt es spezielle Zeiten, in denen die Trampoline nur für Kinder bis neun Jahren reserviert sind.

Und auch beim Jump House (3800 m²) in Köln spielt das Schlechtwetter keine Rolle. (#02)

Und auch beim Jump House (3800 m²) in Köln spielt das Schlechtwetter keine Rolle. (#02)

Zurück in die Urzeit: Neandertal-Museum bei Schlechtwetter

Wer im Westen Deutschlands wohnt und mehr mit Kultur und Wissen anfangen kann, der ist im Neandertal-Museum in Mettmann goldrichtig. Zwischen Wuppertal und Düsseldorf gelegen, entführt das Museum seine Besucher in weit entferne (Ur-) Zeiten. Gerade wenn Regen das Spielen im Freien unmöglich macht, lohnt sich ein ausgedehnter Besuch. Denn es gibt viel zu Entdecken und zu Sehen. Interessantes über die Entwicklung des Menschen erfahren Eltern und Kinder in der interaktiv gestalteten Dauerausstellung. Zudem gibt es reichlich Gelegenheit, sich bei „steinzeitlichen Aktivitäten“ einmal selbst auszuprobieren.

Hätte man in der Urzeit überlebt? Wie wäre man selbst mit einfachsten, primitivsten Werkzeugen und Gegenständen zurechtgekommen? Diese Fragen lassen sich in der Steinzeitwerkstatt beantworten. Besucher können dort z.B. Messer mit Feuersteinklingen bauen. Weitere besondere Angebote und Aktivitäten: die Höhlensafari, bei der eiszeitliche Tiere beobachtet und Höhlensymbole entschlüsselt werden. Oder die Neandertaler-Führung, in der es um die Geschichte und Lebensweise des Neandertalers geht.

Wer im Westen Deutschlands wohnt und mehr mit Kultur und Wissen anfangen kann, der ist im Neandertal-Museum in Mettmann goldrichtig. (#03)

Wer im Westen Deutschlands wohnt und mehr mit Kultur und Wissen anfangen kann, der ist im Neandertal-Museum in Mettmann goldrichtig. (#03)

Tipps für den Süden: Kindergartenmuseum und Indoor-Park

Egal ob Sport, Spiel, Kultur, Wissen oder Bildung: Auch wer in südlicheren Ecken in Deutschland wohnt hat viele Möglichkeiten, dem Schlechtwetter zu entfliehen und die Zeit mit vielfältigen Indoor-Aktivitäten zu verbringen. Immer eine Reise ist z.B. das erste deutsche Kindergartenmuseum Wert. Es liegt in der baden-württembergischen Stadt Bruchsal, nur rund 25 Autominuten von Karlsruhe entfernt.

Zu bestaunen gibt es interessante, teils extrem seltene Exponate zur Geschichte des Kindergartens: Spiel- und Arbeitsmaterialien, alte Möbel, historische Instrumente sowie Bücher, wie es sie in heutigen Kindergärten nicht mehr gibt. Interessant ist das Museum gerade auch für Kinder die aktuell in den Kindergarten gehen. Sie sehen, wie Kindergärten früher ausgesehen haben und womit gespielt wurde. Und Eltern erhalten spannende Einblicke in Erziehungsmethoden und -konzepte vergangener Jahrzehnte.

Oder wie wäre es mit einem Tag im Freizeitpark? Normalerweise braucht man dafür gutes Wetter, doch nicht so im 10 000 m²-Indoor-Freizeitpark Sensapolis in Böblingen, nahe Stuttgart. Der Park bietet unzählige Möglichkeit für spannende Aktivitäten Darunter: 16 Rutschen unterschiedlicher Länge, ein riesiges Piratenschiff und ein Hochseilgarten, der sich in 14 Metern Höhe befindet. Weitere Highlights sind das romantische Märchenschloss und die Weltraum-Ausstellung, die sich fremden Galaxien widmet.

Schlechtwetter Aktivitäten: Wie wäre es mit einem Tag im Freizeitpark Sensapolis? (#04)

Schlechtwetter Aktivitäten: Wie wäre es mit einem Tag im Freizeitpark Sensapolis? (#04)

Bei Schlechtwetter ins Figurentheater

Abwechslungsreiche, ausgefallene Schlechtwetter Aktivitäten sind auch in den Städten und Regionen in Sachsen und Sachsen-Anhalt möglich. So z.B. im Spielhaus Thale im Landkreis Harz. In diesem Spiele-Paradies trifft Indoor-Spielplatz auf Trampolin- und Freizeitpark. In Thale (je gut eine Autostunde von Magdeburg und Leipzig) gelegen, erfreut das Spielhaus die kleinen Besucher mit über 20 Attraktionen auf 2400 m². Und das bei jedem Wetter, an 300 Tagen im Jahr. Das „Spiel-Menü“ besteht aus 20 Attraktionen, die für jedes Kind etwas Passendes bieten: von der Kletterberg und der großen Trampolin-Anlage über Riesenbausteine und Tischhockeytisch bis hin zum Bällebad und dem Spidertower.

Wem eher der Sinn nach kulturellen, aber dennoch kindgerechten Aktivitäten steht, sollte beim Figurentheater „Märchenteppich“ vorbeischauen. Die erfahrenen Puppenspieler locken mit einer bunten Auswahl an Theaterstücken, genau abgestimmt auf die jeweilige Altersgruppe. So gibt es z.B. extra Theaterstücke für Kinder ab 2 oder 3 Jahren. Für die etwas Älteren finden sich komplexere Märchen im Programm. Die Auswahl ist riesig: von Däumelinchen, Aschenbrödel und Frau Holle bis hin zum Froschkönig, König Drosselbart und dem tapferen Schneiderlein. Da lohnen sogar die 45 Minuten mit dem Auto von Leipzig.

Schlechtwetter Aktivitäten: Tipps für den Norden

Skurril ist zum Bespiel das „verrückte Haus“ in Trassenheide auf Usedom. (#05)

Skurril ist zum Bespiel das „verrückte Haus“ in Trassenheide auf Usedom. (#05)

Der hohe Norden Deutschlands hält so einige Möglichkeiten für kuriose, unvergessliche Schlechtwetter Aktivitäten bereit. Skurril ist zum Bespiel das „verrückte Haus“ in Trassenheide auf Usedom. Bei Schlechtwetter lohnt ein Besuch vor allem für all jene, die die Welt schon immer mal aus einer anderen Perspektive betrachten wollten. Denn das Haus steht nicht nur schief (6 Prozent Gefälle) sondern auch auf dem Kopf. Und mit ihm die Inneneinrichtung. Auf dem Kopf stehendes Spielzeug, an der Decke angebrachte Möbel und eine Toilette, die zwei Meter über einem schwebt. Um den Lerneffekt nicht zu vernachlässigen, wurden im Garten Lern- und Erlebnispfade errichtet.

Wenn durch den Regen der Ausflug auf den Spielplatz ins „Wasser fällt“, empfehlt sich außerdem z.B. ein Trip in das außergewöhnliche Muschel- und Schneckenhäuser-Museum in Kalkhorst (Mecklenburg-Vorpommern). 3000 Muscheln und Schneckenhäuser können bestaunt werden und das ganz ohne schwer verständliche, wissenschaftliche Erklärungen und lateinische Namen. Jedes Ausstellungsstück erhielt stattdessen eine bizarre, der Form und Größe entsprechende Bezeichnung (Beispiele: „Ferkel“, „rosa Unterwäsche“ oder „Unfallwagen“).


Bildnachweis:
© Shutterstock-Titelbild: Helea
#01: © wikimedia.org
#02: © JUMP House / Tom Menz
#03: © Neandertal Museum Mettmann
#04: © Sensapolis Stuttgart Sindelfingen
#05: © wikipedia.org

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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