Warum Spielzeug für Kinder wichtig ist: Weniger ist manchmal mehr!

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Spielzeug gibt es heute in Hülle und Fülle – aber ob dies gerade das Gute daran ist, darüber lässt sich streiten. Viele Experten sind der Meinung, dass beim Kinderspielzeug weniger oftmals mehr ist.

Warum spielen so wichtig ist

Generell sollte erst einmal überlegt werden, weshalb spielen für die lieben Kleinen überhaupt so wichtig ist und welche Rolle das Spielzeug in der Welt der Kids hat. Spielen ist die Art und Weise, mit der die Kinder die Welt entdecken. Tolle Spiele helfen nicht nur dabei, die Kreativität und die Fantasie der Minis anzuregen, sondern sorgen ebenfalls für jede Menge Spaß und Spannung. Kreativität und Fantasie korrelieren zumeist mit der Persönlichkeit der Kids.

Spielen ist also viel mehr als ein Zeitvertreib: Beim Spielen können die Kids Ihre Persönlichkeit entwickeln und sich frei entfalten. Ob alleine oder zu zweit bzw. in der Gruppe – jedes Kind lernt sich durch das Spielen besser kennen und kann so Charakterzüge entwickeln und ausbauen. Apropos spielen in der Gruppe: Jedes Kind hat hierbei eine eigene Rolle, wodurch auch das Sozialverhalten der lieben Kleinen geschult wird.

Kinder, die in der Kita oder im Hort mit ihren Altersgenossen spielen, entdecken bereits die Welt der sozialen Kontakte und entwickeln erste Freundschaften und Aversionen. Durch das Spielen werden also auch ganz normale menschliche Eigenschaften gefördert. Spielen die lieben Kleinen allerdings alleine, dann trägt dies auch zu einem wesentlichen Teil zur Entwicklung des Kindes bei:

Die Kids lernen, sich alleine zu beschäftigen und entwickeln Eigenschaften wie Geduld und Ausdauer. Spielen erfüllt also unzählig viele Funktionen im Leben der Kinder und hilft Ihnen, sich in der Welt der Erwachsenen zu etablieren. Kein Wunder also, dass nicht nur das Spielen an sich wichtig ist, sondern eben auch das richtige und vor allem passende Spielzeug.

Kinder, die in der Kita oder im Hort mit ihren Altersgenossen spielen, entdecken bereits die Welt der sozialen Kontakte und entwickeln erste Freundschaften und Aversionen.(#01)

Kinder, die in der Kita oder im Hort mit ihren Altersgenossen spielen, entdecken bereits die Welt der sozialen Kontakte und entwickeln erste Freundschaften und Aversionen.(#01)

Sicherheit geht vor

Wie bei allen Dingen, mit denen die Kids in Kontakt kommen, muss auch das Spielzeug absolut unbedenklich sein. Die Sicherheit spielt beim Kinderspielzeug eine ganz besondere Rolle und sollte in keinem Fall unterschätzt werden. Der Aspekt der Sicherheit deckt dabei verschiedene Bereiche ab: Zum einen dürfen die Spielzeuge keine bedenklichen Materialien oder Inhaltsstoffe enthalten. Plastik mit Weichmachern ist ebenso ungesund wie der Einsatz von verbotenen Chemikalien.

Diese gesundheitsschädigenden Inhaltsstoffe dürfen auf gar keinen Fall im Kinderspielzeug enthalten sein, nicht zuletzt, weil gerade die Kleinen alle Dinge mit wirklich allen Sinnen erkunden und auch Sachen in den Mund nehmen. Diverse Prüfsiegel geben Aufschluss darüber, ob bei der Herstellung des Spielzeugs bestimmte Kriterien eingehalten wurden.

Die Einhaltung der europäischen Norm „Sicherheit von Spielzeug“ (DIN EN 71) ist ein erster Anhaltspunkt, ob das Spielzeug wirklich sicher ist. Auch das „GS“-Zeichen gibt Aufschluss, ob das Spielzeug getestet wurde. Auch wenn Prüfzeichen ein Anhaltspunkt sind, geben sie keine Sicherheit, dass die Spielzeuge wirklich ungefährlich sind. Aus diesem Grund sollten Eltern mit allen Sinnen vorgehen.

Unterziehen Sie ein Spielzeug einer Sichtprüfung: Befinden sich Splitter oder scharfe Kanten am Spielzeug, so ist es für den Nachwuchs ungeeignet. Spielzeug, das seltsam riecht, sollte ebenfalls nicht in die Hände von Kindern gelangen. Besonders bei Spielzeug für kleine Kinder sollte darauf geachtet werden, dass sich keine verschluckbaren Kleinteile an den Spielsachen befinden.

Werden bei der Anschaffung einige Hinweise beachtet, steht dem bunten Spielespaß nichts mehr im Wege. (#02)

Werden bei der Anschaffung einige Hinweise beachtet, steht dem bunten Spielespaß nichts mehr im Wege. (#02)

Gutes Kinderspielzeug: Robust und strapazierfähig

Werden bei der Anschaffung einige Hinweise beachtet, steht dem bunten Spielespaß nichts mehr im Wege. Eine gesundheitliche Unbedenklichkeit ist das A und O bei Spielsachen, dennoch sollte auch darauf geachtet werden, dass das Spielzeug robust und langlebig ist. Es gibt für Ihre Kids kaum eine größere Enttäuschung, als wenn das geliebte Spielzeug bereits nach kurzer Zeit kaputt geht oder nicht mehr eingesetzt werden kann.

Aus diesem Grund sollte bereits bei der Anschaffung darauf geachtet werden, dass es sich um ein gut verarbeitetes und hochqualitatives Spielzeug handelt. Sollen die Spielsachen beispielsweise für Geschwister angeschafft werden, dann ist es durchaus sinnvoll, auf eine kostenintensivere und stabile Lösung zurückzugreifen – so hält das Spielzeug länger und hält auch einer mehrfachen Belastung durch mehrere Kinder problemlos stand.

Generell ist es ratsam, dass die Eltern die Spielsachen der Kinder regelmäßig überprüfen bzw. auf kaputte Stellen usw. sichten. Gerade bei Holzspielzeug können Splitter abstehen, die ein Verletzungsrisiko für die Kleinen darstellen. Mit gebrochenen Kleinteilen ist ebenfalls nicht zu spaßen. Diese sollten direkt entsorgt werden, besonders wenn es sich um Spielzeug für Kleinkinder handelt.

Es empfiehlt sich, bei der Anschaffung von Spielsachen für die Kids auf Qualität zu achten. Weniger, aber besseres Spielzeug ist eine wesentlich sinnvollere Investition als Unmengen von Spielzeug, das schnell kaputt geht. Neben der Verarbeitung und der gesundheitlichen Unbedenklichkeit kommt es außerdem auf altersgerechtes Spielzeug an.

Die richtigen Spielsachen für Kinder sollten die Kleinen zum intensiven Spielen und zum Einsatz der Fantasie anregen.(#05)

Die richtigen Spielsachen für Kinder sollten die Kleinen zum intensiven Spielen und zum Einsatz der Fantasie anregen.(#05)

Spielzeug für jede Altersklasse

Die richtigen Spielsachen für Kinder sollten die Kleinen zum intensiven Spielen und zum Einsatz der Fantasie anregen. Dennoch ist es wichtig, dass die Kids von den Spielsachen nicht überfordert werden. Die Faustregel ‚fordern ja, überfordern‘ nein, ist ein guter Anhaltspunkt, nach dem Spielzeug eingekauft werden kann. In erster Linie sollten bei der Anschaffung von Spielsachen die Fähigkeiten des Kindes im Zentrum des Interesses stehen.

Je nach Alter und den individuellen körperlichen und geistigen Fähigkeiten können sich die lieben Kleinen mit unterschiedlichen Spielsachen wunderbar beschäftigen. Während ein einjähriges Kind weder mit Zahlen noch mit Bauklötzen viel anfangen kann, wird ein Kind im Alter von zwei Jahren Bauklötze lieben. Die Altersangaben auf Spielen sind ein Anhaltspunkt, anhand dessen Spielzeug angeschafft werden kann.

Dennoch handelt es sich eben nur um einen Anhaltspunkt. Ist Ihr Kind ein begeisterter Puzzle-Fan mit einem hervorragenden Sinn für Puzzleteile, so können den Fähigkeiten entsprechend auch fordernde Puzzle angeschafft werden. Dennoch sollten die Kinder auch Erfolgserlebnisse erfahren.

Wird ein Spielzeug also zu früh geschenkt, wenn die Fähigkeiten des Nachwuchses noch nicht entsprechend dem Spielzeug ausgeprägt sind, so kann dies Frustrationen zur Folge haben. Das richtige Spielzeug muss also zum Alter der Kids passen, diese bestmöglich fördern und selbstverständlich auch noch Spaß machen.

Kinder beim Spielen mitreden lassen

Damit der Spaßfaktor auch wirklich groß ist, sollten die lieben Kleinen beim Spielen unbedingt auch zu Wort kommen. Jedes Kind weiß selbst genau, welche Art von Spielen und welche Spielsachen es besonders gerne mag. Bereits im jungen Alter bilden sich Neigungen bei den lieben Kleinen, die von den Eltern in jedem Fall ernst genommen werden sollten.

Ein richtiges Mitspracherecht beim Spielen ist also von großer Relevanz – das haben auch die Gründer der Marke Kids Concept erkannt. Das schwedische Label hat sich auf die Herstellung von kindgerechtem Spielzeug spezialisiert und das Besondere an der Entwicklung ist, dass hier die Kids ein echtes Mitspracherecht haben. In Deutschland kann man die schönen Spielsachen von Kids Concept bei emilundpaulakids bekommen.

Die liebevoll gestalteten Spielsachen – begonnen beim Puppenwagen bis hin zu Bauklötzen und Co. – werden unter dem Einbezug von Kinderstimmen kreiert. Die eigene Zielgruppe ist schließlich der beste Kritiker! Die individuellen Präferenzen und Wünsche werden von den Designerinnen Amelie, Anna und Johanna bewusst in die Konzeption der innovativen Spielsachen miteinbezogen, um bestmögliche Spielsachen für die lieben Kleinen zu gestalten.

Die Herangehensweise von Kids Concept kommt bei den Kleinen richtig gut an, nicht zuletzt deshalb, weil sie selbst mitentscheiden können. Auch Eltern können von diesem Label lernen: Die Kinderstimmen sollten auf keinen Fall in den Hintergrund geraten. Gerade beim Spielen ist es wichtig, dass die Kids Spielsachen haben, die sie gerne mögen und ihnen Freude bringen.

Wer keine Spielsachen zur Hand hat, wenig finanzielle Möglichkeiten nutzen kann oder einfach improvisieren muss, der kann auch mit haushaltsüblichen Dingen ein tolles Spieleparadies für die Kleinen kreieren.(#03)

Wer keine Spielsachen zur Hand hat, wenig finanzielle Möglichkeiten nutzen kann oder einfach improvisieren muss, der kann auch mit haushaltsüblichen Dingen ein tolles Spieleparadies für die Kleinen kreieren.(#03)

Kreativ sein und Dinge zweckentfremden

Wenn es um Spielsachen geht, dann denken viele Eltern in erster Linie an die handelsüblichen Dinge: Puppen, Autos, Playmobil, Lego und Co. kommen zuerst in den Sinn. Doch Spielzeug muss nicht immer etwas Gekauftes sein. Wer keine Spielsachen zur Hand hat, wenig finanzielle Möglichkeiten nutzen kann oder einfach improvisieren muss, der kann auch mit haushaltsüblichen Dingen ein tolles Spieleparadies für die Kleinen kreieren, das mindestens genauso viel Spaß bereitet wie gekauftes Spielzeug.

Was im Fachjargon des Bastelns „Upcycling“ genannt wird, kann auch beim Spielzeug leuchtende Kinderaugen bringen. Der Begriff „Upcycling“ bedeutet, dass scheinbar nutzlose Dinge einen neuen Sinn und Zweck bekommen. Ein altes Telefon beispielsweise fungiert wunderbar als Spielzeug für die lieben Kleinen.

Generell sollte bei allen Dingen aus dem Haushalt, die als Spielzeug zweckentfremdet werden, darauf geachtet werden, dass sie sicher und ohne Gefahr für die Kids sind. Ist dies gewährleistet, steht einem Spieleerlebnis der besonderen Art nichts mehr im Wege.

Ob Töpfe, ein Stuhl und eine Decke, die zur Höhle umfunktioniert werden oder alte Kleider – die Kids finden sicherlich jede Menge Möglichkeiten, um die Sachen zum Spielen zu nutzen. Diese Zweckentfremdung von Alltagsgegenständen ist nicht nur Kosten einsparend, sondern regt auch die Fantasie der lieben Kleinen an. Eben dies ist der tolle Nebeneffekt von selbst kreiertem Spielzeug.

Spielsachen für kleine Entdecker

Spielzeug soll den Kids also nicht genau vorgeben, wie und womit sie zu spielen haben, sondern lässt den lieben Kleinen im besten Falle auch Platz für Kreativität und Fantasie. Selbst gebastelte Spielsachen oder zweckentfremdete Alltagsgegenstände geben den Kindern diese Möglichkeit und fordern Sie auch, Ihre Fantasie einzusetzen, um das bestmögliche „Spieleergebnis“ zu erzielen.

Handelsübliches Spielzeug kann dies nicht immer gewährleisten. Gerade Spielsachen, die immer auf die gleiche Art und Weise funktionieren (eine sprechende Puppe zum Beispiel), verlieren schnell ihren Reiz. Sie ermöglichen den Kindern keine neuen Entdeckungen und tun immer das Gleiche – die Fantasie wird also in keiner Weise angeregt, vielmehr avancieren die Kleinen zu passiven Zuschauern anstatt zu aktiven Spielern.

Genau aus diesem Grund ist es sinnvoll, nicht nur automatisiertes Spielzeug anzuschaffen, sondern eben auch Dinge, die Kreativität erfordern. Bauklötze beispielsweise, die jedes mal anders aussehen oder ein Malbuch, das den Kindern Freiheit zum Entwickeln der eigenen Fähigkeiten gibt, ist eine tolle Möglichkeit, um den Kids beim Spielen erste wichtige Dinge für die Entwicklung mitzugeben. Selbstverständlich können auch automatisierte Spielzeuge das Kinderzimmer komplettieren, dabei kommt es aber auf die richtige Mischung an.

Bekommen die Kleinen ständig neues Spielzeug, nimmt das Interesse daran im Allgemeinen ab. (#04)

Bekommen die Kleinen ständig neues Spielzeug, nimmt das Interesse daran im Allgemeinen ab. (#04)

Spielzeug: Weniger ist manchmal mehr

Die richtige Mischung, dies bedeutet nicht, dass die Kids unbedingt Unmengen an Spielsachen brauchen, um glücklich zu sein. Hochqualitative wenige Spielzeuge sind, wie bereits angesprochen, eine sinnvolle Investition, die lange Freude bereitet. Auch selbst kreierte Spielsachen aus Alltagsgegenständen sind eine tolle Option, damit die Kids nicht mit handelsüblichem Spielzeug überschüttet werden. Generell ist es ratsam, darauf zu achten, dass die Kleinen nicht zu viel Spielzeug besitzen.

Auch wenn die Großeltern oder jemand anders es besonders gut meinen und dem Kind ständig neue Spielsachen kaufen, sollte darauf geachtet werden, dass dies nicht überhandnimmt. Bekommen die Kleinen ständig neues Spielzeug, nimmt das Interesse daran im Allgemeinen ab. Das Spielzeug wird kurzweilig gescannt und benutzt, das Kind verliert jedoch schnell das Interesse – da es ja weiß, dass bald wieder Nachschub kommt.

Ein Kind braucht nicht immerzu neue Spielsachen! Wie bereits angedeutet, kommt es auf die richtige Mischung des Spielzeugs an. Kann der Nachwuchs auf ein buntes Potpourri zurückgreifen, das seine Fantasie individuell fördert, so werden ihm kaum die Spielemöglichkeiten ausgehen.

Eine tolle Möglichkeit ist es auch, Spielzeug sukzessive zu erweitern. Ein neues Lego Set oder ein zusätzliches Kleid für die Puppe sorgen dafür, dass die lieben Kleinen nicht das Interesse an dem bereits vorhandenen Spielzeug verlieren. Hat das Kind zu viel Spielzeug, kann es auch sinnvoll sein, einen Teil der Spielsachen zu verräumen und nach einiger Zeit wieder auszutauschen. So kommt stets ein „neues“ Spielzeug hinzu, mit dem die Kinder länger nicht gespielt haben.

Spielzeug: Klasse statt Masse

Auch wenn es in der heutigen Gesellschaft viele tolle Optionen gibt, um den lieben Kleinen Spaß und Spannung im Kinderzimmer zu bieten, ist es nicht immer ratsam, dies auch zu tun. Selbstverständlich ist Verzicht in unserer Zeit kein Thema mehr, wie es beispielsweise in der Nachkriegsgeneration noch der Fall war, dennoch kann Einschränkung in Hinblick auf Spielzeug auch eine Befreiung sein.

Der Themenkomplex „Minimalismus“ nimmt in den unterschiedlichsten Ausprägungen eine immer größere Stellung in den Medien ein. Im Zentrum steht dabei stets die Rückbesinnung auf das wirklich Wesentliche. Dies ist bei der Kindererziehung nicht die Anzahl der Spielzeuge, sondern die Zuneigung vonseiten der Eltern und die bestmögliche Förderung des Nachwuchses.


Bildnachweis:© Fotolia-Titelbild: famveldman-#01:highwaystarz-#02: famveldman-#03: Andrey Kuzmin-#04:Oksana Kuzmina-#05:Oksana Kuzmina

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Über Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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